Deutsche Tageszeitung - Karnevalshochburgen kündigen strenge Kontrollen für die kommenden Tage an

Karnevalshochburgen kündigen strenge Kontrollen für die kommenden Tage an


Karnevalshochburgen kündigen strenge Kontrollen für die kommenden Tage an
Karnevalshochburgen kündigen strenge Kontrollen für die kommenden Tage an

Wenige Tage vor dem Höhepunkt der Session haben die Karnevalshochburgen Düsseldorf und Köln strenge Kontrollen der Corona-Maßnahmen angekündigt und zur Einhaltung der Regeln aufgerufen. "Der Appell an alle: Düsseldorf ist keine Feierzone über die Karnevalstage", sagte Ordnungsdezernent Christian Zaum am Dienstag in der Landeshauptstadt. "Ein ausschweifendes Feiern im öffentlichen Raum, in der Altstadt, wollen wir an den Karnevalstagen nicht."

Textgröße ändern:

Bierwagen und "Musikbeschallung" auf der Straße seien daher verboten. Von Weiberfastnacht bis einschließlich Rosenmontag wollen Ordnungsamt und Polizei vor allem in der Altstadt "deutlich mehr Präsenz" zeigen. Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung sollen konsequent geahndet werden. Mit welchen Strafen Regelverstöße an Karneval belegt werden sollen, werde das Land in einem gesonderten Bußgeldkatalog bestimmen, hieß es. Den rechtlichen Rahmen gebe die geltende Coronaschutzverordnung des Landes vor.

Zuvor hatte auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) harte Strafen bei Verstößen gegen die an den Karnevalstagen geltenden Corona-Regeln angekündigt. "Wer sich den Regeln widersetzt, muss massiv bezahlen", sagte Reker dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Wer Karneval feiere, ohne die 2G-Plus-Regel zu erfüllen, also zusätzlich zur Impfung oder Immunisierung durch überstandene Infektion keinen Test vorlegen könne, riskiere ein Bußgeld von mindestens 250 Euro.

Wer als Wirt die Regel nicht kontrolliere, dem drohten 5000 Euro Strafe. "Ich hoffe sehr, dass sich alle bewusst sind, dass das Feiern bestimmten Regeln unterliegt", sagte Reker. Dass ganz Köln zur Brauchtumszone erklärt worden sei, solle nicht dazu auffordern, "jetzt völlig außer Rand und Band zu feiern". Es gebe der Stadt vielmehr die Möglichkeit, überall dort, wo gefeiert wird, zu kontrollieren.

Die Jecken in der Domstadt stehen bereits in den Startlöchern für das Rosenmontagsfest im Rheinenergiestadion, das in diesem Jahr als Ersatz für den ausgefallenen Zug stattfindet. Am Dienstag stellte das Festkomitee Kölner Karneval die diesjährigen sogenannten Persiflagewagen vor, die der Politik und der Gesellschaft den Spiegel vorhalten sollen.

In diesem Jahr thematisieren die Mottowagen etwa die Klimakrise, die zugespitzte Situation in Osteuropa oder die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Unter dem Titel "Zeit der Aufklärung" wird mit einem Festwagen deutliche Kritik an der stockenden Aufarbeitung von Missbrauchsfällen im Erzbistum Köln geübt.

Normalerweise rollt der Kölner Rosenmontagszug über eine mehrere Kilometer lange Strecke. In diesem Jahr beträgt der Zugweg jedoch nur 300 Meter. Zu sehen sind die Persiflagewagen am Montag zunächst im Stadion, danach werden sie an verschiedene Orte in der Innenstadt gebracht. So sollen möglichst viele Jecken die Möglichkeit bekommen, die Wagen aus der Nähe zu betrachten.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Kulturinstitutionen starten Kampagne für Vielfalt

Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat ein Bündnis von Kulturinstitutionen des Landes eine Kampagne für Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt gestartet. Die Aktion #stolzaufVielfalt solle deutlich machen, "dass die unterschiedlichen Menschen, Erfahrungen und Perspektiven in unserem Land keine Gegensätze sind, sondern eine gemeinsame Stärke, unsere Kultur", erklärten mehr als ein Dutzend Organisationen am Dienstag in Dessau.

Versehentlich Tod des Königs gemeldet: Britischer Sender verstieß gegen Regeln

Ein britischer Lokal-Radiosender hat im Mai versehentlich eine Falschmeldung über den angeblichen Tod von König Charles III. gesendet und anschließend gegen Regeln des britischen Rundfunkrats verstoßen. Es handle sich um eine "sehr schwerwiegende Ungenauigkeit", zudem sei nach der Falschmeldung sehr viel Zeit bis zu einer Korrektur verstrichen, rügte der Rundfunkrat am Montag.

Bund will NS- und SED-Gedenkstätten stärker fördern

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) will den Gedenkstätten zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur im kommenden Jahr zusätzlich zehn Millionen Euro zur Verfügung stellen. Davon entfallen fünf Millionen Euro auf Projektförderungen und weitere fünf Millionen Euro auf die institutionelle Stärkung der vom Bund geförderten Gedenkstätten, wie die Regierung am Montag in Berlin mitteilte. Berücksichtigt sind auch Kosten für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.

Französische Sängerin Vanessa Paradis gibt Trennung von Regisseur Benchetrit bekannt

Die französische Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis und der Regisseur und Schriftsteller Samuel Benchetrit haben sich nach fast zehn Jahren Beziehung getrennt. Die beiden hätten "einvernehmlich ihre Trennung bekannt gegeben", würden sich aber weiterhin "mit Respekt und Zuneigung begegnen", teilte Paradis' Agent am Donnerstag in einer Erklärung mit. Paradis und Benchetrit hatten am 30. Juni 2018 geheiratet.

Textgröße ändern: