Deutsche Tageszeitung - Theaterlegende Peter Brook mit 97 Jahren gestorben

Theaterlegende Peter Brook mit 97 Jahren gestorben


Theaterlegende Peter Brook mit 97 Jahren gestorben
Theaterlegende Peter Brook mit 97 Jahren gestorben / Foto: © AFP/Archiv

Die Theaterlegende Peter Brook ist tot: Wie die Nachrichtenagentur AFP am Sonntag aus seinem Umfeld erfuhr, starb der britische Regisseur am Vortag im Alter von 97 Jahren in seiner französischen Wahlheimat. Der Regisseur zählte zu den wichtigsten Vertretern des zeitgenössischen Theaters, seine eigenwilligen Inszenierungen von Klassikern von Shakespeare bis Beckett, aber auch des neunstündigen Sanskrit-Epos "Le Mahabharata" sorgten international für Furore.

Textgröße ändern:

Brook wurde am 21. März 1925 als Sohn jüdischer Emigranten aus Russland in London geboren. Bereits während des Studiums brachte er mit einer eigenen Theatergruppe Christopher Marlowes "Doktor Faustus" auf die Bühne. Später arbeitete er unter anderem für das Londoner Opernhaus Covent Garden und die Royal Shakespeare Company und leitete über 35 Jahre das Pariser "Théâtre des Bouffes du Nord".

Legendär wurden unter anderem seine Inszenierung von Shakespeares "Maß für Maß", mit der er 1951 auch durch die Bundesrepublik tourte, seine auf 82 Minuten reduzierte Version der "Carmen" oder seine Interpretation von Becketts "Glückliche Tage".

Brooks bevorzugte einen asketischen Stil, der sich auf elementare Gesten konzentrierte, die allen Menschen gemeinsam sind. Entsprechend dazu entwickelte er Anfang der 70er Jahre seine eigene, auf den Ausdruck zielende Theatersprache, "Orghast". In seinem Buch "Der leere Raum" von 1969 schrieb er, dass ihm für ein Theaterstück ein leerer Raum genügt, der von einem Mann durchquert wird, während ein anderer ihm dabei zuschaut.

Für seinen revolutionären Beitrag zum Regietheater wurde Brook mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zudem war er unter anderem Commander of the Order of the British Empire und Ritter der französischen Ehrenlegion.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Céline Dion überrascht mit Auftritt bei Pariser Fashion Week

Vor gut zwei Wochen feierte Céline Dion ihr Comeback, nun überraschte der kanadische Superstar mit einem Auftritt bei der Pariser Fashion Week. Unter dem Jubel der Zuschauer betrat die Sängerin am Montag mit einem strahlenden Lächeln den Laufsteg unter dem Eiffelturm und bezauberte das Publikum mit ihrem Hit "I'm Alive".

Halbzeitbilanz von Oktoberfest: 3,8 Millionen Besucher und 936 Polizeieinsätze

Rund 3,8 Millionen Menschen haben das Oktoberfest in München bisher besucht. Das schätzte die Festleitung nach Angaben vom Sonntag zur Halbzeit des Volksfests in der bayerischen Landeshauptstadt. Damit lag die Zahl etwas höher als im Vorjahr, als nach der Hälfte der Wiesn etwa 3,5 Millionen Besucher registriert worden waren. Zugleich sank der Festbierkonsum laut Zwischenbilanz der Veranstalter im Vorjahresvergleich jedoch leicht.

Langjähriger ZDF-Rechtsexperte Bernhard Töpper gestorben

Der langjährige ZDF-Rechtsexperte Bernhard Töpper ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 81 Jahren, wie der Sender am Freitag in Mainz mitteilte. Töpper wurde vor allem durch die Sendung "Wie würden Sie entscheiden?" bekannt, die er von 1990 bis 2000 moderierte.

Hollywood-Star Susan Sarandon in New York bei israelkritischem Protest festgenommen

Hollywoodstar Susan Sarandon ist in New York festgenommen worden, als sie gemeinsam mit anderen Demonstranten gegen den Auftritt des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei der UN-Vollversammlung protestierte. Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigen, wie Polizisten der unter anderem aus dem Film "Thelma und Louise" bekannten Schauspielerin am Donnerstag Handschellen anlegten. Einem Medienbericht zufolge wurde auch die Schauspielerin Hannah Einbinder von der Kundgebung abgeführt, die von der israelkritischen Organisation "Jewish Voice for Peace" organisiert worden war.

Textgröße ändern: