Deutsche Tageszeitung - Rockmusiker Udo Lindenberg zum Hamburger Ehrenbürger gewählt

Rockmusiker Udo Lindenberg zum Hamburger Ehrenbürger gewählt


Rockmusiker Udo Lindenberg zum Hamburger Ehrenbürger gewählt
Rockmusiker Udo Lindenberg zum Hamburger Ehrenbürger gewählt / Foto: © AFP/Archiv

Rockmusiker Udo Lindenberg ist zum 37. Ehrenbürger seiner Wahlheimatstadt Hamburg ernannt worden. Die Bürgerschaft stimmte am Mittwoch für den vom Senat eingebrachten Vorschlag und würdigte den 76-Jährigen mit der höchsten Auszeichnung der Hansestadt. Lindenberg bedankte sich auf die für ihn übliche lässige Weise. Hamburg sei ein "persönliches Eldorado", erklärte der Künstler nach der Verleihung. Die Verleihung der Ehrenbürgerwürde sei "ein absoluter Hammer".

Textgröße ändern:

Der 1946 im nordrhein-westfälischen Gronau geborene Lindenberg zählt zu den erfolgreichsten deutschen Musikern. Er lebt seit dem Ende der 1960er Jahre in Hamburg und startete dort seine Karriere. Er wohnt seit Langem dauerhaft im Luxushotel "Atlantic".

Als Hamburger Ehrenbürger reiht sich Lindenberg neben bekannten Prominenten ein - wie dem erst kürzlich verstorbenen Fußballidol Uwe Seeler sowie dem 2015 gestorbenen früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) und dessen Frau Loki. Zu den Ehrenbürgern der Hansestadt gehören darüber hinaus historische Persönlichkeiten wie der Komponist Johannes Brahms.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) würdigte in der Bürgerschaft die Verdienste des selbsternannten "Panikrockers" um die deutsche Rockmusik sowie dessen jahrzehntelanges politisches un gesellschaftliches Engagement für Frieden und Toleranz. "Udo Lindenberg ist Hanseat - nicht von Geburt, aber aus Überzeugung", sagte Tschentscher.

Den Antrag auf Ehrenbürgerschaft hatte der Senat ursprünglich bereits im vergangenen Jahr zum 75. Geburtstag Lindenbergs auf den Weg gebracht. Die Abstimmung in der Bürgerschaft und die feierliche Verleihungsfeier wurden wegen der Corona-Pandemie jedoch im Einvernehmen mit Lindenberg verschoben.

Lindenberg, der die Bürgerschaftsdebatte von einem Ehrenplatz aus mit braunem Hut auf dem Kopf verfolgte, nahm das Abstimmungsergebnis mit einem kleinen Freudentänzchen entgegen. Anschließend gab es im Rathaus einen Festakt mit 350 geladenen Gästen.

"Als ich zum allerersten Mal nach Hamburg kam, wusste ich direkt, dass ich hier hingehöre", erklärte der neue Ehrenbürger anlässlich der Ehrung. Die Stadt sei mit "Weltoffenheit und reichlich korrektem Rock'n'Roll" das gewesen, was er gesucht habe. Dass er nun "Ehren-Paniker" sei, sei eine "Riesenehre".

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Erstes ESC-Halbfinale mit Favorit Finnland sorgt für gute Einschaltquoten

Nicht nur für Topfavorit Finnland ist das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest (ESC) in Wien ein Erfolg - auch der übertragende Spartensender One kann am Mittwoch jubeln. Trotz des Streits um die Teilnahme Israels verfolgten in Deutschland deutlich mehr Menschen als im vergangenen Jahr die Show am Dienstagabend im Fernsehen. Neben Finnland sicherten sich auch die ebenfalls hoch gehandelten Beiträge aus Griechenland und Israel einen Platz für das Finale am Samstag.

Cannes-Festival beginnt mit Ehrenpalme für "Herr der Ringe"-Regisseur Jackson

Mit einem ersten Schaulaufen auf dem roten Teppich für die Eröffnungsgala hat am Dienstag das internationale Filmfestival von Cannes begonnen. Die chinesische Schauspielerin Gong Li und US-Schauspielerin Jane Fonda erklärten das elftägige Festival für eröffnet. Die diesjährige Ausgabe ist von zahlreichen internationalen Stars sowie einer starken deutschen Präsenz geprägt.

SPD-Politiker: Zugang zu Integrationskursen wird wieder etwas erleichtert

Zwischen Fachpolitikern der SPD-Fraktion und dem Bundesinnenministerium gibt es laut SPD eine zumindest teilweise Verständigung über den Zugang von Migrantinnen und Migranten zu Integrationskursen. "Ich bin froh, dass wir uns auf eine Kompromisslösung verständigt haben und der generelle Zulassungsstopp in dieser Form vom Tisch ist", erklärte der SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler am Dienstag in Berlin. Das Bundesinnenministerium äußerte sich dazu zunächst nicht.

ESC-Finale: Musiker wavvyboi verkündet Punkte von deutscher Jury

Der nicht-binäre Künstler wavvyboi soll die Punkte der deutschen Jury beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) verkünden. "Ich freue mich einfach riesig", zitierte der verantwortliche Südwestrundfunk den 28-Jährigen am Dienstag. Der Liechtensteiner hatte beim deutschen Vorentscheid im Februar knapp gegen die Starterin Sarah Engels verloren.

Textgröße ändern: