Deutsche Tageszeitung - Kind mit Afrofrisur auf bretonischer Zeitschrift löst Hasskommentare aus

Kind mit Afrofrisur auf bretonischer Zeitschrift löst Hasskommentare aus


Kind mit Afrofrisur auf bretonischer Zeitschrift löst Hasskommentare aus
Kind mit Afrofrisur auf bretonischer Zeitschrift löst Hasskommentare aus / Foto: © AFP/Archiv

Das Bild eines dunkelhäutigen Kindes mit einer Afrofrisur auf dem Titel einer Heimatzeitschrift der Bretagne hat in Frankreich zahlreiche Hasskommentare hervorgerufen. Die Abbildung des Titels im Onlinedienst X, früher Twitter, löste eine Flut von Bemerkungen aus. "Wir haben einige Nutzer gesperrt und andere gemeldet", sagte Gael Briand, Chefredakteur der Zeitschrift "Le Peuple Breton" (Das bretonische Volk) und zugleich Regionalrat der linken bretonischen Autonomiepartei UDB, am Freitag der AFP.

Textgröße ändern:

Unter dem Titel "Ein lebendiges Volk" ist das Kind in bretonischer Tracht mit Regionalfahne in der Hand abgebildet. "In der Bretagne scheint die Sonne wohl zu heiß" und "Ihr solltet euch schämen" zählen zu den harmloseren Kommentaren. Andere Onlinenutzer zogen eine Parallele zwischen dem Titelbild und der in rechtsextremen Kreisen verbreiteten Verschwörungstheorie des "großen Austausches", die von einem allmählichen Verschwinden der weißen Bevölkerung ausgeht.

Zahlreiche Kommentatoren lobten die Zeitschrift allerdings auch für ihre Offenheit und den Verzicht auf Klischees, "Die Bretagne steht für die Liebe der Kultur, der Verschiedenheit und der Toleranz", schrieb ein Nutzer. "Die bretonische Sprache und die Kultur gehören allen, die sie sich aneignen", sagte Chefredakteur Briand dem Sender France3. "Es ist doch nicht meine Aufgabe, zu definieren, wer bretonisch ist", fügte er hinzu.

Die bretonische Sprache war in Frankreich wie andere Regionalsprachen auch lange unterdrückt worden. Seit der Jahrtausendwende ist sie wieder im Aufschwung.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Céline Dion überrascht mit Auftritt bei Pariser Fashion Week

Vor gut zwei Wochen feierte Céline Dion ihr Comeback, nun überraschte der kanadische Superstar mit einem Auftritt bei der Pariser Fashion Week. Unter dem Jubel der Zuschauer betrat die Sängerin am Montag mit einem strahlenden Lächeln den Laufsteg unter dem Eiffelturm und bezauberte das Publikum mit ihrem Hit "I'm Alive".

Halbzeitbilanz von Oktoberfest: 3,8 Millionen Besucher und 936 Polizeieinsätze

Rund 3,8 Millionen Menschen haben das Oktoberfest in München bisher besucht. Das schätzte die Festleitung nach Angaben vom Sonntag zur Halbzeit des Volksfests in der bayerischen Landeshauptstadt. Damit lag die Zahl etwas höher als im Vorjahr, als nach der Hälfte der Wiesn etwa 3,5 Millionen Besucher registriert worden waren. Zugleich sank der Festbierkonsum laut Zwischenbilanz der Veranstalter im Vorjahresvergleich jedoch leicht.

Langjähriger ZDF-Rechtsexperte Bernhard Töpper gestorben

Der langjährige ZDF-Rechtsexperte Bernhard Töpper ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 81 Jahren, wie der Sender am Freitag in Mainz mitteilte. Töpper wurde vor allem durch die Sendung "Wie würden Sie entscheiden?" bekannt, die er von 1990 bis 2000 moderierte.

Hollywood-Star Susan Sarandon in New York bei israelkritischem Protest festgenommen

Hollywoodstar Susan Sarandon ist in New York festgenommen worden, als sie gemeinsam mit anderen Demonstranten gegen den Auftritt des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei der UN-Vollversammlung protestierte. Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigen, wie Polizisten der unter anderem aus dem Film "Thelma und Louise" bekannten Schauspielerin am Donnerstag Handschellen anlegten. Einem Medienbericht zufolge wurde auch die Schauspielerin Hannah Einbinder von der Kundgebung abgeführt, die von der israelkritischen Organisation "Jewish Voice for Peace" organisiert worden war.

Textgröße ändern: