Deutsche Tageszeitung - Kläger scheitert in Streit um Pressefoto von Luxusauto in Düsseldorf

Kläger scheitert in Streit um Pressefoto von Luxusauto in Düsseldorf


Kläger scheitert in Streit um Pressefoto von Luxusauto in Düsseldorf
Kläger scheitert in Streit um Pressefoto von Luxusauto in Düsseldorf / Foto: © AFP/Archiv

Die Veröffentlichung eines Pressefotos von einem Luxusauto bei einer Polizeikontrolle ist einer Gerichtsentscheidung zufolge rechtens gewesen. Eine entsprechende Klage wies das Landgericht Düsseldorf am Mittwoch nach Angaben einer Gerichtssprecherin ab. Der Autohalter hatte gegen eine Zeitung wegen einer angeblich identifizierenden Berichterstattung auf Unterlassung geklagt. Das Gericht stellte jedoch keine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts des Klägers fest, wie die Sprecherin sagte.

Textgröße ändern:

Der Kläger war laut Gerichtsangaben 2021 in Düsseldorf mit seinem Auto in die Polizeikontrolle geraten. Dabei wurden in der Innenstadt gezielt Luxusautos und getunte Fahrzeuge ins Visier genommen. Die beklagte Zeitung berichtete über die Kontrollaktion.

Dabei nutzte sie demnach ein Foto, welches das orangefarbene Auto des Klägers einer Luxusmarke zeigte. Der Halter selbst war darauf jedoch nicht erkennbar, das Autokennzeichen wurde zudem verpixelt, wie es nach Gerichtsangaben hieß.

Der Fahrer argumentierte, sein Auto habe wegen besonderer Ausstattung und der seltenen orangefarbenen Lackierung einen hohen Wiedererkennungswert. Der Kläger warf der Zeitung vor, aufgrund ihrer Berichterstattung hätten ihn Menschen aus seinem Umfeld identifizieren können.

Wie das Gericht nun feststellte, wurde der Mann in seinen Persönlichkeitsrechten nicht verletzt. Er sei von der Berichterstattung nicht unmittelbar betroffen gewesen, hieß es.

Wie sich in dem Verfahren ergeben habe, sei der Kläger von Menschen aus seinem Umfeld auch nicht direkt erkannt, sondern daraufhin angesprochen worden, ob es sich um sein Auto handle. Das Foto als Teilinformation reiche jedoch nicht aus, um den Kläger zu identifizieren.

Selbst wenn der Kläger von der Berichterstattung betroffen gewesen wäre, sei diese nach einer Interessenabwägung von der Pressefreiheit gedeckt gewesen, hieß es in dem Urteil demnach weiter. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Mitfavorit Australien startet in zweitem ESC-Halbfinale in Wien

Beim Eurovision Song Contest (ESC) in der österreichischen Hauptstadt Wien werden am Donnerstag (21.00 Uhr) die letzten Plätze für das Finale am Samstag vergeben. Insgesamt 15 Länder treten in der Stadthalle gegeneinander an, zehn von ihnen werden nach einer Abstimmung von Jury und Publikum das Finale des weltweit am meisten beachteten Musikwettbewerbs erreichen.

Weimer: Bundesregierung drückt deutscher ESC-Starterin Engels "ganz fest die Daumen"

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer räumt der deutschen ESC-Teilnehmerin Sarah Engels gute Chancen beim Finale des Eurovision Song Contest am Samstag in Wien ein. "Nach ihrem sensationellen Auftritt beim Halbfinale bin ich sicher, dass Sarah Europa mit ihrer Stimme und ihrem Auftritt sehr positiv überraschen kann", sagte Weimer der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). Er fügte hinzu: "Die Bundesregierung drückt ihr am Samstagabend ganz fest die Daumen."

Tod von "Friends"-Darsteller Perry: Zwei Jahre Haft für weiteren Angeklagten

Zweieinhalb Jahre nach dem Tod des "Friends"-Schauspielers Matthew Perry ist am Mittwoch ein weiterer Angeklagter verurteilt worden. Ein Gericht in Kalifornien verurteilte Erik M. zu einer Haftstrafe von zwei Jahren sowie drei Monaten auf Bewährung. Er hatte sich der Verschwörung zum Vertrieb von Ketamin mit Todesfolge schuldig bekannt.

"Herr der Ringe"-Regisseur Jackson arbeitet an Drehbuch für "Tim und Struppi"

"Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson widmet sich einem weiteren Klassiker: Statt der Fantasy-Trilogie sollen dann "Tim und Struppi" im Mittelpunkt stehen. Er arbeite an einem Drehbuch für einen Film über den jungen Reporter, den der belgische Comiczeichner Hergé vor fast einem Jahrhundert geschaffen hatte, sagte der neuseeländische Regisseur am Mittwoch in Cannes. Es solle eine Art Fortsetzung von Steven Spielbergs Animationsfilm "Die Abenteuer von Tim und Struppi" aus dem Jahr 2011 sein.

Textgröße ändern: