Deutsche Tageszeitung - Latino-Rapper Bad Bunny mokiert sich über Kritik an seinem Super-Bowl-Auftritt

Latino-Rapper Bad Bunny mokiert sich über Kritik an seinem Super-Bowl-Auftritt


Latino-Rapper Bad Bunny mokiert sich über Kritik an seinem Super-Bowl-Auftritt
Latino-Rapper Bad Bunny mokiert sich über Kritik an seinem Super-Bowl-Auftritt / Foto: © AFP/Archiv

Der puertoricanische Rapper Bad Bunny hat sich über die Empörung von Konservativen und Rechtspopulisten in den USA über seinen Auftritt in der Halbzeitshow des nächsten Super Bowl mokiert. Bei einem Gastauftritt in der legendären Comedy-Show "Saturday Night Live" sagte der Weltstar des Latino-Rap, er sei "sehr glücklich" über das Konzert beim Finale der National Football League (NFL) am 8. Februar. "Und ich glaube, alle sind glücklich darüber, sogar Fox News."

Textgröße ändern:

Es folgte eine Montage mit jeweils einem Wort von Moderatoren des rechtsgerichteten Nachrichtensenders Fox News und von Politikern der Republikaner von US-Präsident Donald Trump, was zusammen den Satz ergab: "Bad Bunny ist mein Lieblingsmusiker und er sollte der nächste Präsident werden."

Bad Bunny wechselte dann ins Spanische und erläuterte, warum sein Auftritt ein Gewinn für alle Latinos in den USA sei. "Unsere Fußabdrücke und unser Beitrag in diesem Land - niemand wird das jemals wegnehmen oder auslöschen können", sagte der Rapper. Der 31-Jährige wechselte dann zurück ins Englische und sagte: "Wenn Sie nicht verstanden haben, was ich gerade gesagt habe, dann haben Sie vier Monate Zeit zu lernen."

Die NFL hatte vor einer Woche verkündet, dass Bad Bunny in der Halbzeitshow des Super Bowl auftreten wird, ein Mega-Spektakel, das Jahr für Jahr mehr als 100 Millionen Fernsehzuschauer anzieht. Bei Konservativen und Rechtspopulisten sorgte das für wütende Reaktionen.

Bad Bunny hatte kürzlich angekündigt, bei seiner nächsten Welttournee keine Konzerte in den USA geben zu wollen. Grund ist die Befürchtung, dass seine häufig hispanischen Fans bei den Auftritten Ziel von Razzien der US-Einwanderungspolizei ICE werden könnten. Unter Präsident Trump geht die ICE mit rabiaten Methoden gegen irreguläre Einwanderer vor.

Kritiker finden auch, dass beim Super Bowl nicht ein Künstler auftreten sollte, der in erster Linie auf Spanisch singt. Benito Antonio Martínez Ocasio, wie Bad Bunny mit bürgerlichem Namen heißt, hatte erst kürzlich in Puerto Ricos Hauptstadt San Juan eine Konzertreihe mit dem Namen "No Me Quiero Ir De Aqui" (Ich will nicht von hier weggehen) beendet - eine Ode an seine Heimatinsel in der Karibik, die zu den USA gehört.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Erstes ESC-Halbfinale mit Favorit Finnland sorgt für gute Einschaltquoten

Nicht nur für Topfavorit Finnland ist das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest (ESC) in Wien ein Erfolg - auch der übertragende Spartensender One kann am Mittwoch jubeln. Trotz des Streits um die Teilnahme Israels verfolgten in Deutschland deutlich mehr Menschen als im vergangenen Jahr die Show am Dienstagabend im Fernsehen. Neben Finnland sicherten sich auch die ebenfalls hoch gehandelten Beiträge aus Griechenland und Israel einen Platz für das Finale am Samstag.

Cannes-Festival beginnt mit Ehrenpalme für "Herr der Ringe"-Regisseur Jackson

Mit einem ersten Schaulaufen auf dem roten Teppich für die Eröffnungsgala hat am Dienstag das internationale Filmfestival von Cannes begonnen. Die chinesische Schauspielerin Gong Li und US-Schauspielerin Jane Fonda erklärten das elftägige Festival für eröffnet. Die diesjährige Ausgabe ist von zahlreichen internationalen Stars sowie einer starken deutschen Präsenz geprägt.

SPD-Politiker: Zugang zu Integrationskursen wird wieder etwas erleichtert

Zwischen Fachpolitikern der SPD-Fraktion und dem Bundesinnenministerium gibt es laut SPD eine zumindest teilweise Verständigung über den Zugang von Migrantinnen und Migranten zu Integrationskursen. "Ich bin froh, dass wir uns auf eine Kompromisslösung verständigt haben und der generelle Zulassungsstopp in dieser Form vom Tisch ist", erklärte der SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler am Dienstag in Berlin. Das Bundesinnenministerium äußerte sich dazu zunächst nicht.

ESC-Finale: Musiker wavvyboi verkündet Punkte von deutscher Jury

Der nicht-binäre Künstler wavvyboi soll die Punkte der deutschen Jury beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) verkünden. "Ich freue mich einfach riesig", zitierte der verantwortliche Südwestrundfunk den 28-Jährigen am Dienstag. Der Liechtensteiner hatte beim deutschen Vorentscheid im Februar knapp gegen die Starterin Sarah Engels verloren.

Textgröße ändern: