Deutsche Tageszeitung - Louvre-Diebstahl: 38-Jährige unter Auflagen auf freiem Fuß

Louvre-Diebstahl: 38-Jährige unter Auflagen auf freiem Fuß


Louvre-Diebstahl: 38-Jährige unter Auflagen auf freiem Fuß
Louvre-Diebstahl: 38-Jährige unter Auflagen auf freiem Fuß / Foto: © AFP/Archiv

Gut drei Wochen nach dem Kronjuwelen-Diebstahl im Pariser Louvre ist die Freundin eines der mutmaßlichen Einbrecher unter Auflagen wieder auf freiem Fuß. Die 38-Jährige dürfe keinen Kontakt zu den übrigen Verdächtigen haben und das Land nicht verlassen, hieß es am Mittwoch in Justizkreisen. Gegen sie wird wegen Beihilfe zum Diebstahl und Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung ermittelt.

Textgröße ändern:

Damit sind weiterhin noch drei Männer im Alter zwischen 34 und 39 Jahren in Untersuchungshaft. Ihnen wird der Einbruch mit Hilfe eines Lastenaufzugs und der Diebstahl der Juwelen zur Last gelegt. Nach einem vierten Einbrecher und mutmaßlichen Auftraggeber wird weiterhin gefahndet.

Von der Beute mit einem materiellen Wert von 88 Millionen Euro und einem unschätzbaren historischen Wert fehlt weiterhin jede Spur. Die Ermittler befürchten, dass die Schmuckstücke in ihre Bestandteile zerlegt werden könnten, um die Edelsteine und Diamanten zu verkaufen und das Gold einzuschmelzen.

Louvre-Direktorin Laurence des Cars hatte kürzlich die beschleunigte Ausstattung der Museumsräume mit Videokameras in Aussicht gestellt. Bislang sind nur 40 Prozent der Ausstellungsräume damit ausgestattet.

Der Rechnungshof hatte die Sicherheitsvorkehrungen des Museums scharf kritisiert. Das Museum habe eher auf den Ankauf von Werken als in die Sicherheit investiert, hieß es in einem Bericht des Gremiums.

Der Louvre ist das weltweit meistbesuchte Museum und umfasst etwa 37 Hektar im Zentrum von Paris. Es sind 35.000 Werke ausgestellt, 2200 Wachleute sind im Einsatz, und jährlich kommen neun Millionen Besucher.

Die Einbrecher waren am 19. Oktober mit Hilfe eines Lastenaufzugs durch ein Fenster in die erste Etage des berühmten Museums gelangt. Dort brachen sie eine Vitrine auf und stahlen mehrere Diademe, Ketten und Ohrringe, die zu den französischen Kronjuwelen zählen. Sie entkamen über den Lastenaufzug und auf Motorrollern. Auf der Flucht verloren sie eine Krone.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

US-Botschafter feiert 250. Jubiläum in Brüssel mit hochrangigen Gästen

Der US-Botschafter in Belgien, Bill White, veranstaltet am Sonntag in Brüssel eine große Feier zum 250. Jahrestag der Gründung der USA. Als Gäste im Jubelpark (Parc du Cinquantenaire) im Europaviertel der belgischen Hauptstadt werden unter anderen der belgische Premierminister Bart de Wever sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte erwartet. Geplant sind nach Botschaftsangaben der Überflug eines "historischen Flugzeugs" sowie ein Feuerwerk und ein Country-Konzert.

Umfrage: Mehrheit für Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige

Eine Mehrheit der Bundesbürger spricht sich für ein Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren aus. In einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für die Sender RTL und ntv gaben 57 Prozent der Teilnehmer an, dass der Zugang zu Plattformen wie Tiktok oder Instagram für unter 16-Jährige verboten werden sollte. 42 Prozent waren dagegen und halten eine Nutzung für diese Altersgruppe weiterhin für vertretbar.

Polizei findet bei Drogenrazzia in Pariser Vorort Picasso-Gemälde

Spektakulärer Zufallsfund bei einer Razzia in einem Vorort von Paris: Bei der Durchsuchung eines Hauses in Champigny-sur-Marne entdeckte die Polizei ein Gemälde des spanischen Jahrhundertmalers Pablo Picasso. "Dieser Fund erfolgte im Zusammenhang mit einer Ermittlung wegen des Handels mit Rauschmitteln", teilte die Staatsanwaltschaft von Créteil am Samstag mit. Nach dem überraschenden Fund seien Ermittlungen wegen Diebstahls und Hehlerei eingeleitet worden.

Urteil: Große Festzelte auf Oktoberfest dürfen vorläufig vergeben werden

Zwei der großen Festzelte auf dem diesjährigen Oktoberfest in München dürfen vergeben werden. Laut einer Entscheidung darf die Zuteilung des Paulaner-Festzelts und der Schottenhamel-Festhalle an die vorgesehenen Brauereien und Wirte erfolgen, wie das Bayerische Oberste Landesgericht am Donnerstag mitteilte. Das Gericht entschied jedoch noch nicht, ob die Zulassungsverträge für die gastronomischen Großbetriebe grundsätzlich europaweit ausgeschrieben werden müssen.

Textgröße ändern: