Deutsche Tageszeitung - Frankfurt am Main trauert um verstorbenen Filmemacher Rosa von Praunheim

Frankfurt am Main trauert um verstorbenen Filmemacher Rosa von Praunheim


Frankfurt am Main trauert um verstorbenen Filmemacher Rosa von Praunheim
Frankfurt am Main trauert um verstorbenen Filmemacher Rosa von Praunheim / Foto: © AFP/Archiv

Die Stadt Frankfurt am Main trauert um den Filmemacher und Schwulenaktivisten Rosa von Praunheim. "Mit dem Tod Rosa von Praunheims verlieren wir einen außergewöhnlichen Künstler, der mit seinem Mut, seiner künstlerischen Radikalität und seinem unermüdlichen Einsatz für Sichtbarkeit und Akzeptanz gesellschaftliche Debatten angestoßen hat, die bis heute nachwirken", erklärte Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) am Donnerstag in der hessischen Metropole.

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"Frankfurt verliert eine Persönlichkeit, die unserer Stadt mit ihrem Namen immer verbunden blieb und dessen Wirken weit über ihre Grenzen Bedeutung hatte", erklärte Josef weiter. Der 1942 als Holger Radtke geborene Regisseur hatte im Frankfurter Stadtteil Praunheim seine Jugend verbracht und leitete seinen Künstlernamen davon ab. Das Deutsche Filmmuseum in der Stadt ehrte ihn 2005 mit einer Ausstellung sowie 2022 mit dem Film "Rosas Theater".

Von Praunheim starb in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 83 Jahren in Berlin. Mit mehr als 150 Kurz- und Langfilmen schrieb er Filmgeschichte und wurde gleichzeitig zum Wegbereiter der Schwulenbewegung in Deutschland. Anfang der 70er Jahre sorgte seine Filmdokumentation "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" für Aufsehen, der Streifen "Die Bettwurst" von 1971 gilt als Kultfilm.

(O.Zhukova--DTZ)

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