Deutsche Tageszeitung - Übernahmeschlacht: Netflix vereinfacht Angebot für Warner Bros.

Übernahmeschlacht: Netflix vereinfacht Angebot für Warner Bros.


Übernahmeschlacht: Netflix vereinfacht Angebot für Warner Bros.
Übernahmeschlacht: Netflix vereinfacht Angebot für Warner Bros. / Foto: © AFP

In der Übernahmeschlacht um den US-Film- und Medienkonzern Warner Bros Discovery (WBD) hat der Streamingdienst Netflix sein Angebot vereinfacht. Netflix bietet nach Angaben vom Dienstag weiter fast 83 Milliarden Dollar (gut 71 Milliarden Euro) oder 27,75 US-Dollar pro WBD-Aktie, will den Betrag aber nun vollständig bar bezahlen.

Textgröße ändern:

Der Streaminganbieter erwartet laut der Erklärung, dass die Aktionäre von Warner Bros. der Offerte nun bis April zustimmen. Der gegnerische Bieter Paramount Skydance war Anfang Januar im WBD-Verwaltungsrat auch mit einem nachgebesserten Angebot auf Ablehnung gestoßen.

Paramount bietet 108 Milliarden Dollar, WBD wies dies aber zunächst zurück. Der Vater von Paramount-Chef David Ellison, Milliardär Larry Ellison, bot daraufhin kurz vor Weihnachten eine Bürgschaft über gut 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro) für die Paramount-Offerte an, was ebenfalls im WBD-Verwaltungsrat auf Widerstand stieß.

Der Bieterkampf hat eine politische Komponente: Während Netflix-Mitgründer Reed Hastings als einer der größten Spender der oppositionellen Demokraten gilt, ist Larry Ellison ein Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Trump hatte die Übernahmepläne von Netflix infrage gestellt und dies mit dem "sehr großen Marktanteil" des Streaminganbieters begründet. Zudem pocht Trump darauf, dass der zu Warner Bros. gehörende Fernsehsender CNN, den er in der Vergangenheit wiederholt scharf kritisiert hatte, verkauft wird.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Elton John wirft Boulevardmedien vor Gericht "abscheuliche" Methoden vor

In dem von mehreren Prominenten angestrengten Prozess gegen britische Boulevardmedien und ihre zweifelhaften Methoden hat am Freitag Popstar Elton John schwere Vorwürfe erhoben: Das Vorgehen der Zeitungen des angeklagten ANL-Verlages sei eine "abscheuliche" Verletzung der Privatsphäre gewesen, erklärte der Sänger in London. Die Boulevardblätter hätten "selbst die grundlegendsten Regeln menschlichen Anstands überschritten".

Zugangsbegrenzungen und Glasverbote: Köln rüstet sich für Straßenkarneval

Mit umfassenden Sicherheitsmaßnahmen rüstet sich die Stadt Köln für den kommenden Straßenkarneval. Die Stadt setzt nach Angaben vom Montag unter anderem wieder auf Zugangsbegrenzungen und Glasverbote, um die Feiernden und Anwohner in den Schwerpunktbereichen zu schützen. Dabei wurden die Sicherheitsmaßnahmen in einigen Bereichen angepasst, um den veränderten Besucherströmen gerecht zu werden.

Millionen-Einsparung: WDR lässt Fernsehprogramm technisch vom SWR ausspielen

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) lässt sein Fernsehprogramm ab sofort technisch vom Südwestrundfunk (SWR) ausspielen. Damit werde eine Millionensumme eingespart, teilte der WDR am Montag im nordrhein-westfälischen Köln mit. Der Sender schließe sich der "ARD-Sendeabwicklung Süd" an, über die neben SWR und WDR die Fernsehprogramme des Bayerischen Rundfunks, Hessischen Rundfunks und des Saarländischen Rundfunks gesendet werden.

Latino-Rapstar Bad Bunny mit Grammy für Album des Jahres ausgezeichnet

Latino-Rapstar Bad Bunny ist bei der Grammy-Verleihung eine Sensation gelungen: Mit seinem Album "Debí tirar más fotos" wurde erstmals ein spanischsprachiges Album mit dem wichtigsten US-Musikpreis für das Album des Jahres ausgezeichnet. Weitere Preise gingen bei der Gala am Sonntagabend an US-Rapper Kendrick Lamar und Popstar Billie Eilish. Bad Bunny und viele andere Stars nutzten ihre Auftritte für Proteste gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE und die Regierung von Präsident Donald Trump.

Textgröße ändern: