Deutsche Tageszeitung - US-Regierung kritisiert Nachrichtensender CNN wegen Berichten über Iran-Krieg

US-Regierung kritisiert Nachrichtensender CNN wegen Berichten über Iran-Krieg


US-Regierung kritisiert Nachrichtensender CNN wegen Berichten über Iran-Krieg
US-Regierung kritisiert Nachrichtensender CNN wegen Berichten über Iran-Krieg / Foto: © AFP/Archiv

Die US-Regierung hat den Nachrichtensender CNN wegen seiner Berichterstattung über den Iran-Krieg massiv kritisiert. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Freitag (Ortszeit), er könne die Übernahme des Senders durch den Film- und Medienkonzern Paramount Skydance und damit durch Unterstützer von US-Präsident Donald Trump kaum erwarten. Er forderte zudem eine "wirklich patriotische Presse".

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Hegseth attackierte bei einer Pressekonferenz zum Iran-Krieg die US-Medien und insbesondere CNN. Der frühere Fox-News-Moderator empörte sich vor allem über einen CNN-Bericht, demzufolge Washington bei der Planung der Luftangriffe auf den Iran das Risiko einer Blockade der Öltransporte durch die Straße von Hormus unterschätzt habe. Der Bericht sei "offenkundig lächerlich", sagte Hegseth und fügte hinzu: "Je eher David Ellison diesen Sender übernimmt, desto besser."

Ellison ist der Chef des Film- und Medienkonzerns Paramount Skydance, der sich Ende Februar im Bieterstreit um die Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) gegen Netflix durchgesetzt hatte. Zu WBD gehören auch mehrere Fernsehsender, darunter CNN. Ellison sagte zwar zu, die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN wahren. Er und sein Vater Larry Ellison, Chef des Softwarekonzerns Oracle, sind aber langjährige Unterstützer von US-Präsident Donald Trump.

Auch das Weiße Haus kritisierte den CNN-Bericht. "Diese Geschichte ist zu 100 Prozent Fake News", schrieb Sprecherin Karoline Leavitt im Onlinedienst X. Das Pentagon bereite sich "seit Jahrzehnten" auf eine mögliche Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran vor. Dies sei auch lange vor dem Beginn der Luftangriffe auf den Iran am 28. Februar "Teil der Planungen der Trump-Regierung" gewesen.

Als Reaktion auf die Kritik erklärte CNN-Chef Mark Thompson, das einzige Interesse des Senders bestehe darin, "unseren Zuschauern in den USA und auf der ganzen Welt die Wahrheit zu sagen". "Politische Drohungen oder Beleidigungen" würden daran nichts ändern.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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