Deutsche Tageszeitung - World Press Photo Award für Foto einer durch US-Einwanderungsbehörde getrennten Familie

World Press Photo Award für Foto einer durch US-Einwanderungsbehörde getrennten Familie


World Press Photo Award für Foto einer durch US-Einwanderungsbehörde getrennten Familie
World Press Photo Award für Foto einer durch US-Einwanderungsbehörde getrennten Familie / Foto: © ANP/AFP

Ein Foto einer ecuadorianischen Familie, die von der US-Einwanderungsbehörde auseinander gerissen wurde, ist am Donnerstag mit dem World Press Photo Award 2025 ausgezeichnet worden. Das Bild "Getrennt durch ICE" wurde im vergangenen Jahr von der US-Fotografin Carol Guzy für den "Miami Herald" aufgenommen. Es zeigt den Moment, in dem Beamte der Einwanderungsbehörde ICE einen Familienvater vor einem Gerichtssaal abführten, während seine Familienmitglieder sich an seinem Hemd festklammerten.

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Das Foto entstammt einer Serie, die Guzy 2025 in den Fluren eines New Yorker Gerichts aufgenommen hat. Dort wurden Familien von der Einwanderungsbehörde getrennt, was zu zum Teil sehr emotionalen Szenen führte. "Wir bezeugen das Leiden unzähliger Familien, aber auch ihre Würde und Widerstandsfähigkeit, die alle Widrigkeiten überwindet", erklärte die Fotografin, die für die Agenturen Zuma Press und iWitness arbeitet.

Die Leiterin von World Press Photo, Joumana El Zein Khoury, bezeichnete das Foto als "eindrucksvolles Beispiel" für die Bedeutung von unabhängigem Fotojournalismus. "In einer Demokratie dient die Kamera in diesem Flur als Zeuge einer Politik, die Gerichtsgebäude zu Orten zerbrochener Leben gemacht hat."

Der World Press Photo Award ist einer der renommiertesten Wettbewerbe für Pressefotografen. Jedes Jahr werden von der niederländischen Stiftung World Press Photo dabei die besten Pressebilder gekürt. Neben dem "Pressefoto des Jahres" zeichnet die Jury auch Aufnahmen im mehreren weiteren Kategorien aus.

Insgesamt 45 beste Pressefotos des Jahres 2025 wurden in verschiedenen Kategorien aus den 57.376 Einsendungen von 3747 Fotografinnen und Fotografen ausgewählt.

Auch ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP erhielt einen Preis: Luis Tato in Nairobi gewann für eine Serie über Proteste von madagassischen Jugendlichen den Preis der "Stories"-Kategorie in Afrika.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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