Deutsche Tageszeitung - Deutsche Pharmaindustrie nimmt europäische Impfstrategie in Schutz

Deutsche Pharmaindustrie nimmt europäische Impfstrategie in Schutz


Deutsche Pharmaindustrie nimmt europäische Impfstrategie in Schutz
Deutsche Pharmaindustrie nimmt europäische Impfstrategie in Schutz / Foto: ©

Die deutschen Pharmahersteller haben sich in der Debatte über die Impfstrategie hinter die EU und die Bundesregierung gestellt. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) erklärte am Dienstag in Berlin, er könne sich der "teils scharfen Kritik an Beschaffung und Verteilung" der neuen Corona-Impfstoffe nicht anschließen.

Textgröße ändern:

Eine EU-einheitliche gemeinsame Beschaffungsstrategie sei generell richtig, auch Fehler seien nicht erkennbar. "Die EU und auch die Bundesregierung haben sich nach unserer Kenntnis rechtzeitig mit der Beschaffung von Impfstoffen auseinandergesetzt", erklärte der BPI-Vorsitzende Hans-Georg Feldmeier. Zudem sei "richtigerweise" mit allen potenziellen Impfstoffherstellern verhandelt worden. Es sei bei Ausschreibungen allgemein üblich, das Risiko zu verteilen.

Nationale Alleingänge verböten sich bei einer weltweiten Pandemie. Es handle sich um "sehr komplexe und globale Prozesse der Beschaffung", fügte Feldmeier an. Dies schließe ausdrücklich auch die Zulieferindustrie ein, die sterile Verdünnungslösungen oder Spritzen herstelle. Stattdessen sollte in der Diskussion im Vordergrund stehen, dass es bereits zum Zeitpunkt der Zulassung viel Impfstoffe gegeben habe. Das sei keineswegs selbstverständlich.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Israel fliegt nach Evakuierungsanordnung erneut Luftangriffe auf den Libanon

Israels Armee hat erneut Angriffe auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon geflogen. Die libanesische Armee und ein AFP-Reporter meldeten am Samstag israelische Angriffe nahe Nabatije. Zuvor hatte Israels Armeesprecher Avichay Adraee die Bewohner von 24 Ortschaften in der Umgebung und im Norden der Stadt zur "sofortigen" Evakuierung aufgerufen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun rief die Bevölkerung derweil zur Einheit auf.

Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff in Südrussland

Im Süden Russlands ist bei Drohnenbeschuss aus der Ukraine nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden. "Ukrainische Drohnen haben den Bezirk Temrjuk angegriffen", erklärte der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, am Samstag in Onlinedienst Telegram. Die russische Armee schoss nach eigenen Angaben in der Nacht zum Samstag 177 ukrainische Drohnen ab. In der Ukraine wiederum wurden der UNO zufolge im Mai so viele Zivilisten getötet und verletzt wie zuletzt im April 2022.

Iranisches Staatsfernsehen: Ali Chamenei soll am 9. Juli beigesetzt werden

Irans langjähriger oberster Führer, Ayatollah Ali Chamenei, soll dem iranischen Staatsfernsehen zufolge am 9. Juli beerdigt werden - mehr als vier Monate nach seiner Tötung am ersten Tag des Iran-Krieges. Die ursprünglich für März geplante Beisetzung werde in Chameneis Heimatstadt, der nordöstlichen gelegenen heiligen Stadt Maschhad, erfolgen, berichtete das Staatsfernsehen am Samstag. Vorausgehen werden demnach dreitägige Trauerzeremonien in der Hauptstadt Teheran ab dem 4. Juli sowie eine Trauerzeremonie in der heiligen Stadt Ghom am 7. Juli.

SPD in Mecklenburg-Vorpommern wählt Schwesig erneut zu Spitzenkandidatin

Gut drei Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD ihre Landesliste aufgestellt und ein Wahlprogramm verabschiedet. Die Landesvertreterversammlung in Wismar wählte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Samstag mit 98,9 Prozent erneut auf Listenplatz eins und damit zur Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten.

Textgröße ändern: