Deutsche Tageszeitung - Polizeischüsse auf Afroamerikaner Jacob Blake ohne Folgen für Beamte

Polizeischüsse auf Afroamerikaner Jacob Blake ohne Folgen für Beamte


Polizeischüsse auf Afroamerikaner Jacob Blake ohne Folgen für Beamte
Polizeischüsse auf Afroamerikaner Jacob Blake ohne Folgen für Beamte / Foto: ©

Die Polizeischüsse auf den Afroamerikaner Jacob Blake in Kenosha im US-Bundesstaat Wisconsin haben für die beteiligten Polizisten keine strafrechtlichen Folgen. Bezirksstaatsanwalt Michael Graveley gab am Dienstag bekannt, gegen keinen der Beamten Anklage zu erheben. "Kein Polizeibeamter aus Kenosha wird in diesem Fall wegen irgendeiner Straftat angeklagt", sagte Graveley.

Textgröße ändern:

Ein weißer Polizist hatte dem 29-jährigen Blake am 23. August in der 100.000-Einwohner-Stadt Kenosha vor den Augen von dessen Kindern mehrfach in den Rücken geschossen. Der Familienvater überlebte, ist seitdem aber gelähmt.

Der erneute Fall von Polizeigewalt gegen einen Schwarzen hatte in den USA landesweite Proteste ausgelöst, die teilweise in Gewalt ausarteten. Am Rande der Proteste wurden zwei Demonstranten von einem 17-jährigen Weißen erschossen. Im Dezember wurde er gegen Zahlung einer Kaution aus der Haft entlassen.

Weil sie am Dienstag neue Proteste befürchtete, hatte die Stadtverwaltung von Kenosha vor der Entscheidung der Staatsanwaltschaft den Ausnahmezustand über die Stadt verhängt und die Nationalgarde mobilisiert.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Havanna erklärt sich zu Gesprächen mit Washington bereit - USA erhöhen Hilfszahlungen

Nach monatelangen Drohungen aus Washington hat sich die kubanische Regierung zu Gesprächen mit der US-Regierung bereit erklärt. "Kuba ist bereit, mit den USA in einen Dialog zu treten, einen Dialog über jedes Thema", sagte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel am Donnerstag im Staatsfernsehen. Solche Gespräche müssten jedoch "ohne Druck oder Vorbedingungen" stattfinden, betonte er. Die USA gaben derweil eine millionenschwere Erhöhung ihrer Hilfszahlungen für das Land bekannt.

Irans Außenminister fordert vor Gesprächen mit den USA "gegenseitigen Respekt"

Vor dem Auftakt der Atomgespräche zwischen Vertretern des Iran und der USA im Oman hat der iranische Außenminister Abbas Araghtschi "gegenseitigen Respekt" gefordert. "Gleichberechtigung, gegenseitiger Respekt und gemeinsame Interessen sind keine Rhetorik, sie sind ein Muss und die Säulen eines dauerhaften Abkommens", erklärte Araghtschi am Freitag im Onlinedienst X. Verpflichtungen müssten eingehalten werden.

Parlamentswahl in Japan: Sieg der Konservativen von Regierungschefin Takaichi erwartet

Japan wählt am Sonntag in vorgezogenen Wahlen ein neues Parlament. Umfragen deuten auf einen deutlichen Sieg der konservativen Liberaldemokratischen Partei (LDP) von Regierungschefin Sanae Takaichi hin. Sie war im Oktober als erste Frau in Japan ins höchste Regierungsamt gewählt geworden. Im vergangenen Monat löste sie das Unterhaus auf und bereitete damit den Weg für Neuwahlen.

Hunderte Menschen demonstrieren gegen Kahlschlag bei der "Washington Post"

Hunderte Menschen haben am Donnerstag vor dem Gebäude der "Washington Post" in der US-Hauptstadt gegen die Entlassung zahlreicher Journalisten der traditionsreichen US-Zeitung protestiert. "Demokratie stirbt in der Finsternis. Und Sie, Jeff Bezos, haben das Licht ausgeschaltet", stand auf einem der Plakate bei der Demonstration mit Blick auf den Amazon-Gründer und milliardenschweren Eigentümer der Zeitung.

Textgröße ändern: