Deutsche Tageszeitung - Irans Außenminister fordert vor Gesprächen mit den USA "gegenseitigen Respekt"

Irans Außenminister fordert vor Gesprächen mit den USA "gegenseitigen Respekt"


Irans Außenminister fordert vor Gesprächen mit den USA "gegenseitigen Respekt"
Irans Außenminister fordert vor Gesprächen mit den USA "gegenseitigen Respekt" / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Auftakt der Atomgespräche zwischen Vertretern des Iran und der USA im Oman hat der iranische Außenminister Abbas Araghtschi "gegenseitigen Respekt" gefordert. "Gleichberechtigung, gegenseitiger Respekt und gemeinsame Interessen sind keine Rhetorik, sie sind ein Muss und die Säulen eines dauerhaften Abkommens", erklärte Araghtschi am Freitag im Onlinedienst X. Verpflichtungen müssten eingehalten werden.

Textgröße ändern:

Der Iran gehe "mit offenen Augen und einer klaren Erinnerung an das vergangene Jahr in die Diplomatie", erklärte Araghtschi. "Wir handeln in gutem Glauben und stehen fest zu unseren Rechten", fügte er hinzu.

Die Gespräche sollen Araghtschi zufolge, gegen 10.00 Uhr (Ortszeit, 07.00 Uhr MEZ) in Omans Hauptstadt Maskat beginnen. Der iranische Chefdiplomat selbst war der iranischen Nachrichtenagentur Irna zufolge bereits am späten Donnerstagabend im Oman angekommen. Aus den USA werden die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner erwartet.

Teheran besteht darauf, dass sich die Gespräche auf die Atomfrage und die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran beschränken. Die USA und Israel drängen dagegen auf die Ausweitung der Verhandlungen, etwa auf Irans Raketenprogramm. Westliche Staaten werfen dem Iran vor, nach der Atombombe zu streben. US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf die Führung in Teheran in den vergangenen Wochen massiv erhöht. Er schickte Flugzeugträger in die Region und drohte der Führung in Teheran mit einer Militärintervention.

Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, die US-Delegation beabsichtige, eine "Null-Atomkraft-Kapazität" für den Iran zu prüfen. Zugleich warnte sie, dem US-Präsidenten stünden "neben der Diplomatie noch viele andere Optionen zur Verfügung".

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Fast 300.000 Wehrdienst-Fragebogen verschickt - 530 Freiwillige für 2026 rekrutiert

Rund fünf Monate nach dem Beginn der neuen Wehrerfassung sind fast 300.000 Fragebögen an junge Männer und Frauen in Deutschland verschickt worden. Von ihnen verpflichteten sich bislang aber nur gut 530 Freiwillige für den Wehrdienst, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Auswertung des Bundesverteidigungsministeriums hervorging.

Russischer Oppositionspolitiker Kruglow zu sieben Jahren Haft verurteilt

Wegen kritischer Posts in Online-Netzwerken über den Krieg in der Ukraine ist der russische Oppositionspolitiker Maxim Kruglow zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Vizechef der Jabloko-Partei müsse diese in einer Strafkolonie verbüßen, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA am Mittwoch. Der 39-jährige ehemalige Moskauer Stadtrat war im Oktober wegen des Vorwurfs verhaftet worden, "falsche Informationen" über die russische Armee zu verbreiten.

Rubio rechnet mit Fortsetzung der Iran-Gespräche kommende Woche

US-Außenminister Marco Rubio rechnet zu Beginn der kommenden Woche mit einer neuen Verhandlungsrunde mit dem Iran. Rubio sagte am Mittwoch am Rande eines Besuchs in Kuwait, die technischen Gespräche würden seines Wissens am Montag oder Dienstag wiederaufgenommen. Die US-Delegation fahre dann "zurück in die Schweiz, wenn ich mich nicht irre", fügte er hinzu.

E5-Spitzentreffen im Kanzleramt - Merz will Nato-Gipfel zu Erfolg machen

In Zusammenarbeit mit großen europäischen Partnerländern will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den bevorstehenden Nato-Gipfel in Ankara zu einem Erfolg machen. Ein erfolgreicher Verlauf des Nato-Gipfels "dient unserer Sicherheit in gefährlichen Zeiten", sagte Merz am Mittwochabend bei einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der sogenannten E5-Gruppe im Berliner Bundeskanzleramt. "Wir stehen gemeinsam für eine Nato, die stark und einig die Sicherheit im euroatlantischen Raum wahrt, im Interesse aller Alliierten."

Textgröße ändern: