Deutsche Tageszeitung - Frauen auf Leitungsebene der obersten Bundesbehörden noch immer unterrepräsentiert

Frauen auf Leitungsebene der obersten Bundesbehörden noch immer unterrepräsentiert


Frauen auf Leitungsebene der obersten Bundesbehörden noch immer unterrepräsentiert
Frauen auf Leitungsebene der obersten Bundesbehörden noch immer unterrepräsentiert / Foto: ©

Frauen sind in den Führungspositionen der obersten Bundesbehörden noch immer unterrepräsentiert. Dies geht aus dem im Auftrag des Bundesfrauenministeriums erstellten Gleichstellungsindex 2020 des Statistischen Bundesamts hervor. Dem am Dienstag veröffentlichten Bericht zufolge beschäftigen 21 von 24 Behörden immer noch deutlich mehr Männer als Frauen in Führungspositionen.

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Nachdem im Jahr 2019 der Anteil von Frauen in Leitungsfunktionen noch um zwei Prozentpunkte gestiegen war, betrug der Anstieg 2020 nur noch knapp einen Prozentpunkt. Auf Ebene der Referatsleitungen waren vergangenes Jahr wie bereits im Vorjahr 38 Prozent der Führungskräfte weiblich. In den Unterabteilungen und Abteilungen waren rund ein Drittel der Führungskräfte Frauen. Der Anteil der beamteten Staatssekretärinnen stieg um sechs Prozentpunkte auf 25 Prozent.

Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) sieht deshalb weiterhin großen Handlungsbedarf bei der Gleichstellung von Frauen und Männern in den obersten Bundesbehörden. "Nicht nur die Wirtschaft, auch der Bund ist aufgefordert, mehr für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Führungspositionen zu tun", erklärte Giffey. "Die Bundesbehörden müssen sogar eine Vorbildrolle einnehmen."

Giffey will deshalb einen Gesetzentwurf auf den Weg bringen, in dem das Ziel festgeschrieben wird, bis 2025 die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst des Bundes zu erreichen. Das Bundesfrauenministerium plädierte zudem dafür, das Führungskräftepotenzial unter Teilzeitbeschäftigten besser zu nutzen. Führen in Teilzeit sei noch immer die Ausnahme.

(V.Korablyov--DTZ)

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