Deutsche Tageszeitung - Vor Wahlen: Hunderte protestieren in Magdeburg anlässlich des AfD-Landesparteitags

Vor Wahlen: Hunderte protestieren in Magdeburg anlässlich des AfD-Landesparteitags


Vor Wahlen: Hunderte protestieren in Magdeburg anlässlich des AfD-Landesparteitags
Vor Wahlen: Hunderte protestieren in Magdeburg anlässlich des AfD-Landesparteitags / Foto: © AFP

Mehrere hundert Demonstranten haben am Samstag in Magdeburg anlässlich des Landesparteitags der AfD gegen die Partei protestiert. Vor dem Tagungsgebäude versammelten sich nach Beobachtungen eines AFP-Reporters etliche Menschen mit Regenbohnenfahnen und Transparenten, auf denen etwa "Nein zu Rassismus" und "Magdeburg für das AfD-Verbot" stand. Mit dabei waren etwa die Gruppe Omas gegen Rechts und Mitglieder anderer Parteien wie der Grünen.

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Die AfD Sachsen-Anhalt will den zweitägigen Parteitag für die Erarbeitung ihres Wahlprogramms für die Landtagswahl im September nutzen. Die Partei hofft am 6. September auf die absolute Mehrheit und will erstmals selbst in einem Bundesland die Regierung bilden. "Wir möchten heute ein Regierungsprogramm beschließen, das die Grundlage für die erste AfD-geführte Regierung in ganz Deutschland sein wird", sagte Spitzenkandidat Ulrich Siegmund vor Beginn des Treffens zu AFP.

Die Demonstrationen sehe die Partei "mittlerweile mit Humor", fuhr Siegmund fort. Die Brandmauer bezeichnete er als "eine kindische Erfindung von den Parteien, die keine inhaltlichen Argumente haben".

Vor dem Tagungsgebäude war der Protest hingegen deutlich: Die AfD in Sachsen-Anhalt müsse "unbedingt verhindert werden", sagte etwa der 61-jährige Demonstrant Reinhard Dasbach, ein Grünen-Mitglied. Die Partei wolle aus der EU austreten und Ausländerinnen und Ausländer "rausschmeißen", dabei gebe es jetzt schon Probleme, Kliniken zu besetzen. Auch gegen einen Abbau der Erneuerbaren wandte er sich.

An den Protesten nahmen auch zahlreiche Studierende und Ältere teil. Es gehe darum, "Gesicht zu zeigen, dass wir in der Stadt doch noch mehr sind als die Leute, die die AfD unterstützen", sagte etwa die 23-jährige Studentin Luzie Gebhardt. Die anderen Parteien müssten zudem "auf jeden Fall zusammenarbeiten" und die Brandmauer gegen die AfD aufrecht erhalten.

(O.Zhukova--DTZ)

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