Deutsche Tageszeitung - Laschet wirbt als erster CDU-Vorsitzkandidat um Stimmen auf Digital-Parteitag

Laschet wirbt als erster CDU-Vorsitzkandidat um Stimmen auf Digital-Parteitag


Laschet wirbt als erster CDU-Vorsitzkandidat um Stimmen auf Digital-Parteitag
Laschet wirbt als erster CDU-Vorsitzkandidat um Stimmen auf Digital-Parteitag / Foto: ©

Als erster Bewerber für den CDU-Vorsitz hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet um die Stimmen der Delegierten auf dem Digital-Parteitag der Christdemokraten geworben. "Ich bin vielleicht nicht der Mann der perfekten Inszenierung, ich bin Armin Laschet - und darauf können Sie sich verlassen", sagte der Regierungschef am Samstag bei seiner Bewerbungsrede. Es gehe bei der Wahl darum, wem die Menschen vertrauen könnten.

Textgröße ändern:

Laschet präsentierte sich als regierungserfahrener Ministerpräsident und Mann der politischen Mitte. "Wir müssen Klartext sprechen, aber nicht polarisieren", sagte der Ministerpräsident. Politiker müssten integrieren können und die Gesellschaft zusammenhalten. "Das ist harte Arbeit", sagte Laschet. Dafür müssten sie den Menschen zuhören und auch Kompromisse suchen.

Er stellte auch seine eigene Regierungsarbeit in den Mittelpunkt seiner Bewerbungsrede - und grenzte sich damit auch von seinen Mitwebern ab, dem früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz und dem ehemaligen Umweltminister Norbert Röttgen. Vertrauen werde einem nicht geschenkt, die müsse man sich erarbeiten. "Dafür reichen nicht markige Worte, schöne Worte." Er denke bei der Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie daran, dass er den Kohleausstieg mit verhandelt habe. In Nordrhein-Westfalen habe er ein Digitalministerium geschaffen, sein Land setze auf Null Toleranz gegen Rechtsbruch und Kriminalität.

"Wir werden nur gewinnen, wenn wir in der Mitte der Gesellschaft stark bleiben", sagte Laschet. Er trete mit Gesundheitsminister Jens Spahn als Team an. Beide wollten alles tun, "um den Wählern der Mitte ein überzeugendes Angebot zu machen".

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Hormus-Blockade: Paris und London planen internationale Mission

Vor dem Hintergrund der angekündigten Teil-Blockade der Straße von Hormus durch die US-Armee wollen Frankreich und Großbritannien den Aufbau einer internationalen Mission zur Absicherung der Meerenge vorantreiben. In den kommenden Tagen solle dazu eine internationale Konferenz in Paris stattfinden, kündigte der französische Präsident Emmanuel Macron am Montag im Onlinedienst X an. "Diese strikt defensive und von den Konfliktparteien getrennte Mission soll eingesetzt werden, sobald es die Lage zulässt", betonte Macron.

Korruption bei Fischereischeinen: Bewährungsstrafen in Hamburg

In einem Prozess um Korruption in einem Bezirksamt hat ein Hamburger Amtsgericht eine Sachbearbeiterin und deren Lebensgefährten zu jeweils eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sprach sie nach Angaben eines Sprechers vom Montag wegen Bestechung beziehungsweise Bestechlichkeit in elf Fällen schuldig. Laut Anklage hatte die Frau elf Fischereischeine ohne den Nachweis einer Angelprüfung ausgestellt, ihr Lebensgefährte übernahm die Abwicklung mit den jeweiligen Auftraggebern.

Friedensaufforderung des Papstes: Trump attackiert Leo XIV.

Mit einem Appell für Frieden im Nahen Osten hat Papst Leo XIV. den Zorn von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen. "Ich bin kein großer Fan von Papst Leo", sagte Trump auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews nahe Washington. Später postete Trump ein KI-generiertes Bild, das ihn als Jesus Christus zeigt. Der Papst wiederum lehnte am Montag eine Debatte mit Trump ab.

Rechtspopulistin Le Pen kritisiert EU-Reaktion auf Orbans Abwahl

Nach der Wahlniederlage des rechtsnationalen ungarischen Regierungschefs Viktor Orban hat die französische Rechtspopulistin Marine Len Pen die positive Reaktion der EU-Kommission kritisiert. Die von der EU-Kommission ausgedrückte "Genugtuung" sollte die Ungarn "beunruhigen", schrieb Le Pen am Montag im Onlinedienst X. Orban habe 16 Jahre lang "mit Mut und Entschlossenheit die Freiheit und Souveränität Ungarns verteidigt", erklärte Le Pen, die Ende März nach Ungarn gereist war, um ihren Verbündeten zu unterstützen.

Textgröße ändern: