Deutsche Tageszeitung - Blutrote Farbe aus Protest gegen Thailands rigides Bildungssystem

Blutrote Farbe aus Protest gegen Thailands rigides Bildungssystem


Blutrote Farbe aus Protest gegen Thailands rigides Bildungssystem
Blutrote Farbe aus Protest gegen Thailands rigides Bildungssystem / Foto: ©

Mit Protesten gegen das ultrakonservative Bildungssystem hat die Demokratiebewegung in Thailand ihre seit Monaten andauernden Kundgebungen für politische Reformen fortgesetzt. Mit Aktionen zum "Tag der Lehrer" am Samstag wollten Vertreter der "Bad Student"-Bewegung nach eigenen Angaben auf die "dunkle Seite" des Systems mit seinen starren Regeln und teils drakonischen Strafen für "Ungehorsam" aufmerksam machen.

Textgröße ändern:

Vor dem Eingang des Bildungsministeriums stapelten sich bei einer Aktion Lineale, Scheren und Bambusstöcke; eine junge Frau in Schuluniform überschüttete zunächst den Haufen und dann sich selbst mit blutroter Farbe, um dagegen zu protestieren, dass körperliche Züchtigungen in Thailand noch immer zum Schulalltag gehören.

Zuvor hatte eine Gruppe Aktivisten mit einem 112 Meter langen Spruchband erneut gegen Artikel 112 des Strafgesetzbuchs demonstriert, der Majestätsbeleidigung unter harte Strafen stellt. Die Polizei löste die Gruppe wegen Verstoßes gegen das Versammlungsverbot auf und nahm zwei Demonstranten fest. Thailands Polizeichef hatte erst am Morgen ein härteres Vorgehen gegen die Proteste gefordert.

Seit einem halben Jahr gehen die vorwiegend jungen Demonstranten auf die Straße, um den Rücktritt des ehemaligen Armee- und heutigen Regierungschefs Prayut Chan-O-Chan, eine neue Verfassung sowie eine Reform der Monarchie zu fordern. Zahlreiche Aktivisten stehen deshalb bereits unter Anklage wegen Volksverhetzung oder Majestätsbeleidigung.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Täter stand unter Drogeneinfluss

Der Angreifer, der im Westen von Paris aus mutmaßlich rassistischen Motiven einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt hat, stand während der Tat unter Drogeneinfluss. Spuren von Cannabis und Kokain seien in seinem Blut nachgewiesen worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Sonntag in Paris mit. Nach einer psychiatrischen Untersuchung am Vorabend sei der Polizeigewahrsam vorerst aufgehoben. Der 39-Jährige befinde sich stattdessen weiter unter psychiatrischer Beobachtung.

US-Unternehmer Musk wirft ukrainischer Armee Verstoß gegen Starlink-Nutzungsbedingungen vor

Im Streit um den für die ukrainische Armee wichtigen Satelliten-Internetdienst Starlink hat US-Tech-Milliardär Elon Musk den Streitkräften des Landes vorgeworfen, gegen Nutzungsbedingungen verstoßen zu haben. Das Militär habe den von seinem Unternehmen SpaceX bereitgestellten Dienst "für offensive Drohnenangriffe genutzt", erklärte Musk am Samstag. Diese Lücke sei geschlossen worden. Die Ukraine hatte zuvor mitgeteilt, dass die Verbindung zu Starlink wieder "stabil" sei. Bei neuen ukrainischen und russischen Angriffen wurden mehrere Menschen getötet.

Vergesellschaftungen: Dobrindt kündigt Investitionsschutzgesetz an

Mit einem neuen Investitionsschutzgesetz will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die Voraussetzungen für Vergesellschaftungen genau regeln und damit erschweren. Mit dem Gesetz werde die Bundesregierung deutlich machen, "dass willkürlicher linker Vergesellschaftungs-Fetisch mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist", sagte Dobrindt der "Bild"-Zeitung laut Mitteilung vom Sonntag.

Präsidentschaftswahl in Bulgarien begonnen

Die Präsidentschaftswahl in Bulgarien hat begonnen. Die Wahllokale in dem osteuropäischen Land öffneten am Sonntag um 7.00 Uhr (Ortszeit, 6.00 Uhr MEZ) und bleiben bis 20.00 Uhr geöffnet. Der Urnengang ist überschattet von Sicherheitsbedenken nach einer Reihe von Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer.

Textgröße ändern: