Deutsche Tageszeitung - Mexikanischer Präsident mit Coronavirus infiziert

Mexikanischer Präsident mit Coronavirus infiziert


Mexikanischer Präsident mit Coronavirus infiziert
Mexikanischer Präsident mit Coronavirus infiziert / Foto: ©

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er habe nur milde Symptome und werde ärztlich behandelt, teilte der 67-Jährige am Sonntag in den Onlinenetzwerken mit. Er fügte hinzu: "Wie immer bin ich optimistisch. Wir kommen da gemeinsam durch."

Textgröße ändern:

López Obrador hatte 2013 eine Herzattacke erlitten und sich einer Operation zur Erweiterung von Blutgefäßen unterzogen. Er leidet zudem an Bluthochdruck, was ein Risikofaktor bei einer Erkrankung durch das neuartige Coronavirus ist.

Dennoch hat der linksgerichtete mexikanische Staatschef bislang selten eine Atemschutzmaske in der Öffentlichkeit getragen, auch bei seinen täglichen Briefings für die Medien verzichtete er darauf. Auch sah sich López Obrador durch die Pandemie bisher nicht dazu veranlasst, seine Aktivitäten wesentlich zu reduzieren.

Vor López Obrador hatten sich bereits mehrere andere Staats- und Regierungschefs mit dem Coronavirus angesteckt, darunter der frühere US-Präsident Donald Trump, der brasilianische Staatschef Jair Bolsonaro und der britische Premierminister Boris Johnson.

Mexiko ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder der Welt. Bislang wurden bereits mehr als 1,75 Millionen Infektions- und fast 150.000 Todesfälle in dem Land verzeichnet. Seit dem 24. Dezember läuft in Mexiko eine Impfkampagne gegen das Coronavirus mit dem von der Mainzer Firma Biontech und deren US-Partner Pfizer entwickelten Präparat.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Iran-Krieg: Einigung auf Abkommen rückt offenbar näher

Ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges ist offenbar in greifbare Nähe gerückt: Washington und Teheran gingen ebenso wie der Vermittler Pakistan vom baldigen Abschluss einer Vereinbarung aus. Während Pakistan am Samstag sogar einen Abschluss in den nächsten 24 Stunden für möglich hielt, schloss aber ein Sprecher des iranischen Außenministeriums eine Unterzeichnung bereits am Sonntag aus. Trotz der optimistischen Äußerungen schossen die US-Streitkräfte am Freitagabend nach eigenen Angaben mehrere iranische Drohnen ab, die Handelsschiffe in der Straße von Hormus bedrohten.

Fußball-WM: Kanada lässt ghanaischen Nationalspieler Partey nicht einreisen

Kanada hat den ghanaischen Nationalspieler Thomas Partey nicht zur Fußball-Weltmeisterschaft einreisen lassen. Wie der Weltfußballverband Fifa bestätigte, wurde ihm vor dem Spiel gegen Panama in Toronto die Einreise verweigert. Hintergrund ist offenbar, dass der Mittelfeldspieler vom spanischen FC Villarreal in Großbritannien wegen mutmaßlicher Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt ist. Partey bestreitet die Vorwürfe. Ghana protestierte am Samstag gegen die Entscheidung.

Nach ausländerfeindlichen Protesten: Tausende demonstrieren in Belfast gegen Rassismus

Im nordirischen Belfast haben am Samstag tausende Menschen gegen Rassismus protestiert. Die Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie "Hass ist die einzige Bedrohung für unsere Straßen" und "Belfast sagt Nein zu Rassismus". Sie reagierten damit auf die ausländerfeindlichen Proteste in den vergangenen Tagen, bei denen es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen war.

Israel fliegt nach Evakuierungsanordnung erneut Luftangriffe auf den Libanon

Israels Armee hat erneut Angriffe auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon geflogen. Die libanesische Armee und ein AFP-Reporter meldeten am Samstag israelische Angriffe nahe Nabatije. Zuvor hatte Israels Armeesprecher Avichay Adraee die Bewohner von 24 Ortschaften in der Umgebung und im Norden der Stadt zur "sofortigen" Evakuierung aufgerufen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun rief die Bevölkerung derweil zur Einheit auf.

Textgröße ändern: