Deutsche Tageszeitung - Bund startet 500-Millionen-Programm zur Anschaffung von Laptops für Lehrkräfte

Bund startet 500-Millionen-Programm zur Anschaffung von Laptops für Lehrkräfte


Bund startet 500-Millionen-Programm zur Anschaffung von Laptops für Lehrkräfte
Bund startet 500-Millionen-Programm zur Anschaffung von Laptops für Lehrkräfte / Foto: ©

Die Bundesregierung hat ein 500 Millionen Euro schweres Programm zur Anschaffung von Laptops für Lehrkräfte gestartet. "Der Bund unterstützt die Länder in außergewöhnlichen Maße dabei, das Distanzlernen zu ermöglichen", sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Mittwoch. Die nötige Verwaltungsvereinbarung trete am Donnerstag in Kraft - dann könne das Geld fließen.

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Dem Programm liegt ein Beschluss des Koalitionsausschusses vom August vergangenen Jahres zugrunde. Kritik wegen der anschließenden Verzögerung wies Karliczek am Mittwoch zurück.

Die Verwaltungsvereinbarung sei am 19. November mit den Ländern festgezurrt und am folgenden Tag an diese verschickt worden, sagte sie. In Kraft treten könne die Vereinbarung aber erst, nachdem alle Länder unterschrieben haben. "Die letzte Unterschrift ist gestern eingetrudelt", sagte Karliczek.

Dass das Programm nun formal starten könne, sei "sicherlich ein gutes Signal" für die Schulen. "Ich hätte mich gefreut, wenn das Ganze ein bisschen schneller gegangen wäre", kritisierte Karliczek die Bundesländer. "Wir müssen in der Digitalisierung der Schulen wirklich schneller werden."

Wegen der Corona-Pandemie sind die Schulen in Deutschland noch mindestens bis zum 14. Februar weitgehend geschlossen. "Wir wissen, dass dies den Schülerinnen und Schülern, ihren Eltern und den Lehrerinnen und Lehrern sehr viel abverlangt", sagte Karliczek. "Und der Grad der Belastung steigt natürlich weiter, je länger die Maßnahmen andauern."

Zudem habe die Pandemie das Potenzial, "dass Kinder und Jugendliche, die sich in Schule ohnehin schon schwer tun, weiter zurückbleiben". Die Frage, wie mit dieser Gruppe umgegangen werde, stelle sich aber bereits "seit Jahrzehnten um, ohne dass es eine Lösung gibt".

Karliczek verwies in diesem Zusammenhang auf das zu Jahresbeginn gestartete Programm "Schule macht stark". Die Bund-Länder-Initiative soll 200 Schulen in sozial schwierigen Lagen dabei unterstützen, ihre Schülerinnen und Schülern möglichst gut zu fördern. Das auf zehn Jahre angelegte Programm hat ein Budget von 125 Millionen Euro, wovon Bund und Länder jeweils die Hälfte tragen.

(P.Tomczyk--DTZ)

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