Deutsche Tageszeitung - Biden hält an Trumps Sondergesandtem für Afghanistan fest

Biden hält an Trumps Sondergesandtem für Afghanistan fest


Biden hält an Trumps Sondergesandtem für Afghanistan fest
Biden hält an Trumps Sondergesandtem für Afghanistan fest / Foto: ©

Die neue US-Regierung hält an dem Afghanistan-Sondergesandten der Vorgängerregierung, Zalmay Khalilzad, fest. "Wir haben ihn gebeten, seine wichtige Arbeit fortzusetzen", sagte der neue US-Außenminister Antony Blinken am Mittwoch in seiner ersten Pressekonferenz seit Amtsantritt. Khalilzad hatte das Abkommen mit den Taliban ausgehandelt, das die neue Regierung in Washington überprüfen will.

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Der in Afghanistan geborene Politikwissenschaftler Khalilzad diente unter dem früheren US-Präsidenten George W. Bush als US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, im Irak und in Afghanistan. Vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump wurde er mit der Aufgabe betraut, eines seiner zentralen Wahlversprechen umzusetzen, den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan.

Am 29. Februar vergangenen Jahres unterzeichneten die USA ein Abkommen mit den radikalislamischen Taliban. Die USA sagten damals einen vollständigen Truppenabzug bis Mitte 2021 zu. Im Gegenzug sicherten die Taliban zu, dass Afghanistan kein Rückzugsgebiet mehr für terroristische Organisationen wie Al-Kaida wird. Außerdem verpflichteten sie sich zur Aufnahme direkter Gespräche mit der Regierung in Kabul.

Blinken bekräftigte am Mittwoch, die neue US-Regierung habe Teile des Abkommens noch nicht gesehen. "Wir müssen verstehen, was genau in den Vereinbarungen steht, die zwischen den Vereinigten Staaten und den Taliban getroffen wurden", sagte Blinken. Es müsse gewährleistet werden, "dass wir die Zusagen, die die Taliban gemacht haben, komplett verstehen, genauso wie irgendwelche Zusagen, die wir gemacht haben".

Obwohl die Taliban inzwischen Verhandlungen mit der international anerkannten Regierung in Kabul begonnen haben, hält die Gewalt in Afghanistan an. Ungeachtet dessen reduzierten die USA wie angekündigt ihre Truppenpräsenz deutlich. Fünf Tage vor dem Amtsende Trumps senkten die Vereinigten Staaten die Zahl der Soldaten auf 2500 - die niedrigste Zahl seit Beginn des Konflikts im Jahr 2001.

(W.Novokshonov--DTZ)

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