Deutsche Tageszeitung - Zahlreiche Partner von Friedensabkommen für Mali bei Treffen in Kidal

Zahlreiche Partner von Friedensabkommen für Mali bei Treffen in Kidal


Zahlreiche Partner von Friedensabkommen für Mali bei Treffen in Kidal
Zahlreiche Partner von Friedensabkommen für Mali bei Treffen in Kidal / Foto: ©

Zahlreiche Partner eines Friedensabkommens für Mali sind am Donnerstag in der Stadt Kidal im Nordosten des Landes zusammengekommen. Zu den Teilnehmern des Treffens zählten Diplomaten der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und aus Malis Nachbarstaat Algerien. Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian sagte in einer Video-Botschaft, beim Zurückdrängen der Gewalt in der Sahel-Zone gebe es nun eine "positive Dynamik".

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2015 hatte Mali in Algier mit mehreren Rebellengruppen ein Abkommen unterzeichnet. Es sah unter anderem eine Zusammenarbeit der Rebellengruppen mit der malischen Armee vor. Die Umsetzung kommt aber nur sehr langsam voran. Für den 15. und 16. Februar ist in N’Djamena ein Treffen der G5-Gruppe der Sahelstaaten Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad geplant, an dem auch Frankreich teilnimmt.

Erst am Mittwoch waren bei einem Angriff auf einen UN-Stützpunkt im Zentrum Malis 20 Blauhelmsoldaten verletzt worden. Die Angreifer setzten automatische Schusswaffen und Mörser ein, wie ein Sprecher der UN-Friedensmission Minusma mitteilte.

Die UN-Friedensmission Minusma hat nach eigenen Angaben seit ihrem Start im Jahr 2013 mehr als 230 Mitglieder verloren. Es handelt sich um die tödlichste Blauhelm-Mission der Welt. Deutschland beteiligt sich in Mali an Minusma sowie an der Europäischen Trainingsmission EUTM.

Der Angriff war der jüngste in einem brutalen Konflikt, der seit 2012 in Mali wütet. Damals rückten Dschihadisten im Norden des Landes vor. Der Konflikt, in dem bislang tausende Soldaten und Zivilisten getötet wurden, hat sich seitdem auf Zentralmali sowie die Nachbarländer Burkina Faso und Niger ausgeweitet.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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