Deutsche Tageszeitung - 14 Festnahmen wegen mutmaßlicher Anschlagspläne in Hessen und Dänemark

14 Festnahmen wegen mutmaßlicher Anschlagspläne in Hessen und Dänemark


14 Festnahmen wegen mutmaßlicher Anschlagspläne in Hessen und Dänemark
14 Festnahmen wegen mutmaßlicher Anschlagspläne in Hessen und Dänemark / Foto: ©

In Deutschland und Dänemark hat die Polizei 14 Verdächtige wegen mutmaßlicher Anschlagspläne festgenommen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Naumburg und der dänische Geheimdienst am Donnerstag mitteilten, sind unter den Verdächtigen drei syrische Brüder, denen die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last gelegt wird. Die Männer im Alter von 33, 36 und 40 Jahren sollen im Januar zum Bombenbau geeignete Chemikalien gekauft haben.

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Von den insgesamt 14 Verdächtigen wurden 13 in Dänemark festgenommen, wie der dänische Geheimdienst PET mitteilte. Die Razzia konzentrierte sich demnach auf den Großraum Kopenhagen. Sieben der Verdächtigen sitzen den Angaben zufolge bereits wegen der mutmaßlichen Anschlagspläne in Untersuchungshaft. Konkret wird den Verdächtigen zur Last gelegt, sich Material zur Herstellung von Sprengstoff und Waffen beschafft oder anderen dabei geholfen zu haben.

Über den Fall der drei Brüder hatte zuerst der "Spiegel" berichtet. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg erließ der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts im sachsen-anhaltischen Dessau-Roßlau am vergangenen Samstag Haftbefehle gegen die drei syrischstämmigen Männer.

Zwei der drei Beschuldigten wurden später in Dänemark festgenommen, dort stießen Polizisten auch auf die Chemikalien. Der dritte Beschuldigte wurde im Raum Offenbach in Hessen verhaftet. Bei der Durchsuchung einer Wohnung in Dessau-Roßlau entdeckten die Ermittler unter anderem zehn Kilogramm Schwarzpulver und Zündschnüre. In dem Fall ermitteln derzeit die Staatsschutzabteilung der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg und das Bundeskriminalamt (BKA).

Laut "Spiegel" hatte das BKA in der vergangenen Woche einen Hinweis auf eine verdächtige Internetbestellung erhalten. Der in Dänemark lebende 33-jähriger Syrer sollte demnach an die Adresse seines Bruders in Dessau-Roßlau mehrere Kilogramm Schwefel und Aluminiumpulver geordert haben.

Bei der Durchsuchung der Wohnung in Dessau-Roßlau fanden die Ermittler dem Magazin zufolge neben der Pyrotechnik und den Zündschnüren auch eine selbstgemalte Flagge der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Von dem in Dessau-Roßlau gemeldeten 36-jährigen Syrer fehlte hingegen zunächst jede Spur, wie das Magazin weiter berichtete.

Nach "Spiegel"-Informationen nahm die Polizei den Mann schließlich in Dänemark zusammen mit seinem dort lebenden Bruder fest, wobei neben den ursprünglich nach Sachsen-Anhalt bestellten Chemikalien auch weitere IS-Symbole entdeckt wurden. Bei dem in Hessen Verhafteten handle es sich um den 40-jährigen dritten Bruder.

(M.Dylatov--DTZ)

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