Deutsche Tageszeitung - Letzte Statue Francos aus der Öffentlichkeit entfernt

Letzte Statue Francos aus der Öffentlichkeit entfernt


Letzte Statue Francos aus der Öffentlichkeit entfernt
Letzte Statue Francos aus der Öffentlichkeit entfernt / Foto: ©

In der spanischen Exklave Melilla an der nordafrikanischen Mittelmeerküste ist die letzte Statue des Diktators Francisco Franco aus der Öffentlichkeit entfernt worden, der Spanien von 1939 bis 1975 mit harter Hand regierte. Die Regionalregierung veröffentlichte Bilder von Arbeitern, die die Statue am Dienstagabend am Stadtrand abbauten. Sie war 1978 zur Erinnerung an Francos Rolle als Kommandeur im Krieg gegen die marokkanischen Berber in den 1920er Jahren errichtet worden.

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Die Regionalregierung sprach von einem "historischen Tag". Ein 2007 unter dem sozialistischen Regierungschef José Luis Rodríguez verabschiedetes Gesetz verpflichtet die spanischen Städte, Symbole zu entfernen, die der Verherrlichung der Faschisten während des Spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) dienen können. Gegen die Umsetzung des Gesetzes gab es allerdings vielerorts Widerstand.

In Melilla stimmte nur die rechtsextreme Vox-Partei gegen die Entfernung der Franco-Statue, die Volkspartei (PP) enthielt sich. Der aktuelle sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez machte es zum Kernanliegen seiner Regierung, die Exhumierung Francos aus seinem monumentalen Grab bei Madrid zu erreichen. Im Oktober 2019 wurde das Mausoleum dann trotz des Widerstands rechtsgerichteter Kreise geöffnet; die Gebeine des "Caudillo" wurden an der Seite seiner 1988 gestorbenen Frau Carmen Polo im Familiengrab auf dem staatlichen Friedhof von El Pardo-Mingorrubio beigesetzt.

(W.Novokshonov--DTZ)

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