Deutsche Tageszeitung - Hunderte Thailänder protestieren erneut gegen vom Militär beherrschte Regierung

Hunderte Thailänder protestieren erneut gegen vom Militär beherrschte Regierung


Hunderte Thailänder protestieren erneut gegen vom Militär beherrschte Regierung
Hunderte Thailänder protestieren erneut gegen vom Militär beherrschte Regierung / Foto: ©

Ungeachtet des jüngsten gewaltsamen Vorgehens der Polizei gegen Demonstranten in Thailand sind in Bangkok erneut hunderte Menschen gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Sie zogen am Samstag zum Strafgericht der Hauptstadt und zündeten vor dem Gebäude Feuer an. Immer wieder skandierten die Demonstranten mit Blick auf Regierungschef Prayut Chan-O-Cha: "Prayut, hau ab".

Textgröße ändern:

Zudem forderten die Demonstranten die Abschaffung des umstrittenen Monarchie-Gesetzes. Dieses sieht bei "Majestätsbeleidigung" hohe Haftstrafen vor. Es wird von der von den Militärs beherrschten Regierung immer wieder genutzt, um Gegner festnehmen und ins Gefängnis stecken zu lassen. Am vergangenen Wochenende war die Polizei mit Gummigeschossen, Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten vorgegangen.

Bei den Teilnehmern der seit Monaten anhaltenden Proteste handelt es sich vor allem um Jugendliche und junge Erwachsene. Aber auch ältere Menschen beteiligten sich zunehmend: "Die junge Generation hat das gleiche Ziel wie ich", sagte etwa der 51-jährige Kanokwan am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. "Ich habe keine Angst vor der Gewalt. Ich will eine neue Regierung, eine neue Verfassung und eine Reform der Monarchie."

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache

Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella sind in dem südamerikanischen Land bei einem Sprengstoffanschlag mindestens 14 Menschen verletzt worden. Ein mit Sprengsätzen beladener Lkw detonierte am Samstag vor einer Polizeiwache in der ostkolumbianischen Stadt Cucutá nahe der Grenze zu Venezuela, wie die Behörden mitteilten. Die Regierung machte die Guerrilla-Gruppe ELN für den Anschlag verantwortlich.

Ceuta-Krise: SPD-Chef Klingbeil fordert Solidarität mit Spanien

Nach der Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta hat der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil Solidarität mit Spanien gefordert. Das in Nordafrika gelegene Ceuta sei "Ziel einer offenbar gesteuerten Migrationsbewegung" geworden, erklärte Klingbeil am Samstag in Berlin. Die Menschen seien instrumentalisiert worden "in dem Versuch, Europa zu spalten". Deshalb stehe "die Geschlossenheit Europas und die Solidarität mit Spanien jetzt an erster Stelle".

Marokkanische NGO fordert Untersuchung der Ursachen für die Geschehnisse in Ceuta

Die marokkanische Menschenrechtsorganisation AMDH dringt nach dem Ankommen zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika auf eine Untersuchung zum Auslöser des Geschehens. Eine "seriöse und unabhängige Untersuchung" sei nötig, um "vollständige Klarheit über die Umstände und Ursachen" zu gewinnen, erklärte die Nichtregierungsorganisation (NGO) am Samstag. Auch müssten "Verantwortlichkeiten" festgestellt werden.

Nach Burnham-Abschied: Bev Craig ist neue Bürgermeisterin von Manchester

Nach dem Abschied von Andy Burnham ist Bev Craig zur neuen Bürgermeisterin des Großraums Manchester in Nordwestengland gewählt worden. Wie ihr Vorgänger, der neue britische Premierminister, gehört Craig der Labour-Partei an. Die Vorsitzende des Stadtrats der Stadt Manchester setzte sich gegen die Kandidatin der rechtspopulistischen Reform UK, Sian Astley, deutlich durch.

Textgröße ändern: