Deutsche Tageszeitung - Kerry bietet EU enge Partnerschaft im Kampf gegen den Klimawandel an

Kerry bietet EU enge Partnerschaft im Kampf gegen den Klimawandel an


Kerry bietet EU enge Partnerschaft im Kampf gegen den Klimawandel an
Kerry bietet EU enge Partnerschaft im Kampf gegen den Klimawandel an / Foto: ©

Der US-Klima-Beauftragte John Kerry hat der EU eine enge Partnerschaft im Kampf gegen die Erderwärmung angeboten. Angesichts der "Klimakrise" müsse die Zusammenarbeit mit der EU "noch stärker" werden, als sie bei der Vereinbarung des Pariser Klimaabkommens 2015 gewesen sei, sagte Kerry am Dienstag bei einem Besuch in Brüssel. Der Vize-Präsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, zeigte sich überzeugt, dass beide Seiten in der Klimafrage zusammen "Berge versetzen" könnten.

Textgröße ändern:

Die USA waren unter dem früheren Präsidenten Donald Trump aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ausgetreten. Sein demokratischer Nachfolger Joe Biden kehrte Mitte Februar wieder in die Vereinbarung zurück.

Biden sehe den Klimawandel als "eine der wichtigsten Fragen, mit der sich seine Regierung befassen wird", sagte Kerry, bevor er an einer Sitzung der EU-Kommission teilnahm. Er sei nach Brüssel gekommen, um die "Gespräche über die Klimazusammenarbeit mit unseren europäischen Freunden wiederaufzunehmen". Für die USA gebe es in diesem Bereich "keine besseren Partner".

Die Klimakonferenz in Glasgow im November sei "die letzte große Chance", um wirksam gegen den Klimawandel vorzugehen, sagte Kerry weiter. "Paris allein bekommt die Arbeit nicht getan." Denn selbst, wenn das Abkommen von 2015 voll umgesetzt werde, werde die Temperatur "um 3,7 Grad oder mehr" ansteigen. "Und wir machen nicht alles, was wir uns in Paris vorgenommen haben."

Kerry verwies darauf, dass Präsident Biden für den 22. April bereits einen weiteren Klimagipfel angesetzt hat. Er solle die teilnehmenden Staaten hinter dem Ziel vereinen, "die Ziele zu erhöhen", sagte er.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

SPD-Generalsekretär fordert höhere Erbschaftsteuer und Vermögensteuer

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat Forderungen nach einer höheren Besteuerung großer Erbschaften sowie einer Wiedererhebung der Vermögensteuer für Superreiche bekräftigt. Man könne nicht sagen: "Wir sparen jetzt bei Gesundheit, wir haben eine Pflegereform vor uns, wir müssen bei der Rente etwas tun" und gleichzeitig denjenigen mit den allerhöchsten Vermögen und Erbschaften nicht zusätzlich etwas abverlangen, sagte Klüssendorf der "Bild am Sonntag".

Trump: USA und Israel setzen neue Angriffe auf den Iran aus

Die USA und Israel verzichten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump am Samstagabend (Ortszeit) auf seiner Onlineplattform Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber "schnell" erzielt werden.

Streit um Migrationskrise in Ceuta: Sondersitzung der EU-Innenminister am Dienstag

Die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika hat zu schwerem Streit in der EU geführt. Die EU-Innenminister werden sich am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung mit den "Entwicklungen in Ceuta" befassen, wie die irische EU-Ratspräsidentschaft im Onlinedienst X ankündigte. Während mehrere EU-Mitgliedstaaten die spanische Regierung kritisierten, warf Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez einigen EU-Ländern eine "egoistische" und "rechtswidrige" Reaktion vor.

Wadephul: EU-Kommission muss Schutz der Außengrenzen "absolute Priorität" einräumen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die EU-Kommission nach der Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta dazu aufgerufen, dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einzuräumen. "Die Lage in Ceuta in den vergangenen Tagen war ein absoluter Stresstest, den wir bestanden haben", sagte Wadephul der "Bild am Sonntag". "Die Situation hat gerade auch die Anfälligkeit Europas gezeigt."

Textgröße ändern: