Deutsche Tageszeitung - Moskau fordert von Twitter Löschung "illegaler" Inhalte binnen einem Monat

Moskau fordert von Twitter Löschung "illegaler" Inhalte binnen einem Monat


Moskau fordert von Twitter Löschung "illegaler" Inhalte binnen einem Monat
Moskau fordert von Twitter Löschung "illegaler" Inhalte binnen einem Monat / Foto: ©

Die russischen Behörden haben dem US-Kurzbotschaftendienst Twitter eine Frist zur Löschung von Inhalten gesetzt, die sie als "illegal" bezeichnen. Bislang habe das US-Unternehmen "nicht in entsprechender Weise auf unsere Forderungen reagiert", sagte der stellvertretende Leiter der russischen Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor, Wadim Subbotin, am Dienstag der Nachrichtenagentur Tass. "Wenn das so weitergeht, wird es in einem Monat blockiert."

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Moskau hatte Twitter bereits in der vergangenen Woche verwarnt und die Geschwindigkeit bei der Nutzung des Onlinedienstes in Russland verringert. Begründet wurde dies damit, dass Twitter Aufrufe zum Suizid für Minderjährige, zur Pädophilie und zum Drogengebrauch verbreitet habe. Die russischen Behörden forderten Twitter zum Löschen von 3100 Beiträgen auf - und erhielten darauf nach eigenen Angaben keine Antwort.

Twitter erklärte nun, die Vorwürfe aus Russland seien unberechtigt. Zugleich äußerte sich der US-Konzern "sehr besorgt" über die russischen Versuche, "die Konversation im Internet zu blockieren".

Zwischen Russland und den Online-Netzwerken gibt es schon seit Monaten Spannungen. Vor allem wirft Russland den Netzwerken vor, Unterstützerbotschaften für den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny verbreitet zu haben.

Ein Twitter-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, sein Unternehmen verfolge eine Politik der "Null-Toleranz" gegenüber der sexuellen Ausbeutung von Kindern. Zudem sei es auf Twitter verboten, für einen Suizid Reklame zu machen.

(V.Sørensen--DTZ)

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