Deutsche Tageszeitung - Mutmaßliche Randalierer vom Triumphbogen in Paris vor Gericht

Mutmaßliche Randalierer vom Triumphbogen in Paris vor Gericht


Mutmaßliche Randalierer vom Triumphbogen in Paris vor Gericht
Mutmaßliche Randalierer vom Triumphbogen in Paris vor Gericht / Foto: ©

Vor gut zwei Jahren wurde der Pariser Triumphbogen bei gewaltsamen Protesten der "Gelbwesten"-Bewegung schwer beschädigt - seit Montag stehen neun Verdächtige wegen Sachbeschädigung und Diebstahls vor Gericht. Ihnen drohen in dem Pariser Verfahren bis zu zehn Jahre Haft.

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Bei der Demonstration gegen die Politik von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron war die Lage am 1. Dezember 2018 eskaliert: Randalierer besprühten das Pariser Wahrzeichen mit Graffiti, drangen in die Ausstellungsräume ein und zerstörten Statuen. Die Denkmalbehörde schätzte den Schaden an dem Denkmal aus dem Jahr 1836 auf bis zu eine Million Euro.

Allerdings konnte die Justiz "die Anstifter und die Haupttäter nicht identifizieren", wie es in der Anordnung für den Pariser Prozess heißt. Stellvertretend sind nun sieben Männer sowie zwei Frauen angeklagt. Sieben weitere sollen zu einem späteren Zeitpunkt vor Gericht.

Die weiblichen Angeklagten ließen sich zum Prozessauftakt von ihren Anwälten vertreten. Die Verdächtigen geben größtenteils an, sie hätten sich vor dem Tränengas der Polizei in den Triumphbogen geflüchtet, der bereits beschädigt gewesen sei. Viele "Gelbwesten" hatten den Sicherheitskräften nach den Krawallen vorgeworfen, die Eskalation provoziert zu haben. Die Verhandlung ist bis zum Freitag angesetzt.

(V.Korablyov--DTZ)

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