Deutsche Tageszeitung - Scholz hofft bei Infektionen auf "ein bisschen Bremsung" über Ostern

Scholz hofft bei Infektionen auf "ein bisschen Bremsung" über Ostern


Scholz hofft bei Infektionen auf "ein bisschen Bremsung" über Ostern
Scholz hofft bei Infektionen auf "ein bisschen Bremsung" über Ostern / Foto: ©

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hofft darauf, dass die Bund-Länder-Beschlüsse aus der Nacht dazu beitragen, beim Infektionsgeschen "ein bisschen eine Bremsung hinzukriegen". Scholz bezeichnete die Ergebnisse des Spitzengesprächs am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin" als "sehr richtige und sehr gute Entscheidungen". Die Osterzeit müsse für "eine Brechung" der Infektionsdynamik genutzt werden.

Textgröße ändern:

Zentral sei zudem das Ausweiten von Tests, betonte der SPD-Politiker. Insbesondere erwarte er jetzt von den Unternehmen, "dass sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch testen". Geschehe dies nicht, "dann werden wir mit Verordnungen nachlegen", kündigte Scholz an und zwar "ab Anfang April".

Forderungen nach weiteren Lockerungen wies der Vizekanzler zurück. "Wir müssen auch verharren, wenn das Infektionsgeschehen das vorschreibt, oder auch mal zurückgehen", hob er hervor. Daher sei bekräftigt worden, dass sich Öffnungen "in einem Korridor unter 100" bei den Inzidenzwerten bewegen müssten.

Zur Problematik von Reisen, etwa nach Mallorca, sagte Scholz, es sei "mit den Fluggesellschaften vereinbart, dass sie sofort damit beginnen, alle Reisenden zu testen". Zudem solle "sehr schnell" das Infektionsschutzgesetz entsprechend geändert werden. "Wer nach Deutschland zurückkehrt, muss sich testen lassen", stellte Scholz klar.

Auf längere Sicht sei aber vor allem "sehr zentral, dass immer mehr Impfdosen, die uns zur Verfügung stehen, jetzt auch verimpft werden". Die Zahl der Impfungen pro Woche werde rasch "auf zwei Millionen, drei Millionen, fünf Millionen" ansteigen - im "Juni, Juli" werde man dann "auf eine Situation von zehn Millionen Impfungen pro Woche kommen", äußerte sich Scholz optimistisch. Dies werde "dazu beitragen, dass wir die Pandemie hinter uns lassen".

Bund und Länder hatten in der Nacht vereinbart, die geltenden Vorschriften zur Eindämmung der Pandemie bis um 18. April fortzuschreiben. Über die Ostertage soll vom 1. bis zum 5. April das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt werden.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Bericht über Namenstrick: Trump fordert Ausschluss zweier Senatskandidaten in Alaska

Nach einem Bericht über einen mutmaßlichen Namenstrick der Demokraten bei der Senatswahl im US-Bundesstaat Alaska hat Präsident Donald Trump den Ausschluss zweier Kandidaten gefordert. Die demokratische Bewerberin Mary Peltola und ein Namensvetter des republikanischen Senators Dan Sullivan müssten von den Stimmzetteln gestrichen werden, schrieb Trump am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social.

"New York Times": US-Demokraten führen Alaskas Wähler mit Namenstrick in die Irre

Vor den US-Kongresswahlen sollen die Demokraten mit einem bizarren Trick im Bundesstaat Alaska Verwirrung gestiftet haben. Um die Wiederwahl des amtierenden republikanischen Senators Dan S. Sullivan zu verhindern, hätten sie einen Gegenkandidaten namens Dan J. Sullivan aufgestellt, berichtete die "New York Times" am Mittwoch. Dieser sollte als Unabhängiger antreten und dem "echten" Sullivan Wählerstimmen streitig machen.

Nach Israel-Wahl: Keine Mehrheit in Sicht - Likud wirft arabischen Parteien Betrug vor

Nach der Parlamentswahl in Israel zeichnet sich bislang keine Regierungsmehrheit ab - während sich der Streit zwischen den politischen Lagern verschärft. Nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmen bis Mittwochabend kam der Block von Regierungschef Benjamin Netanjahu auf 53 der 120 Sitze in der Knesset, das Oppositionsbündnis um den früheren Armeechef Gadi Eisenkot auf 48, wie die Wahlkommission mitteilte. Netanjahus Likud-Partei warf den arabischen Parteien unterdessen Wahlbetrug vor.

Juristische Debatte über Nichtwählbarkeit von Le Pen flammt auf

Kurz nach dem Wahlkampfauftakt der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen ist eine juristische Debatte über ihre Wählbarkeit neu aufgeflammt. Die 58-Jährige legte Beschwerde gegen einen Ehrenrichter des Obersten Berufungsgerichts ein, wie ihre Anwälte am Mittwoch mitteilten. Der Richter Didier Guérin hatte am Vortag erklärt, dass Le Pen "weiterhin nicht wählbar" sei. Dies gelte auch, falls das Oberste Berufungsgericht nicht rechtzeitig in ihrem Fall entscheide, betonte er.

Textgröße ändern: