Deutsche Tageszeitung - Moskau bestreitet Vorwurf der internationalen "Einflussnahme" mit Corona-Vakzin

Moskau bestreitet Vorwurf der internationalen "Einflussnahme" mit Corona-Vakzin


Moskau bestreitet Vorwurf der internationalen "Einflussnahme" mit Corona-Vakzin
Moskau bestreitet Vorwurf der internationalen "Einflussnahme" mit Corona-Vakzin / Foto: ©

Die russische Regierung hat den Vorwurf Frankreichs zurückgewiesen, sie nutze ihr Corona-Vakzin Sputnik V zur internationalen "Einflussnahme". Moskau sei "absolut nicht einverstanden", wenn behauptet werde, dass Russland und China die Corona-Pandemie sowie die "Impfstoff-Problematik" als Mittel der Einflussnahme nutzten, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag vor Journalisten in Moskau. Peskow ergänzte, Russland und China suchten nicht nach "irgendeiner Art von Krieg".

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Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian hatte Moskau zuvor vorgeworfen, Sputnik V als "Propagandamittel" zu nutzen. Le Drian sagte dem Radiosender France Info, es handele sich "eher um ein Mittel der Propaganda und der aggressiven Diplomatie als um eines der Solidarität und der Gesundheitshilfe". Neben Russland nutze auch China seinen Impfstoff von Sinopharm, um "politischen Einfluss" auszuüben.

Le Drian kritisierte weiter, beide Staaten böten ihre Vakzine offensiv im Ausland an, etwa in afrikanischen Staaten wie Tunesien und dem Senegal. "China und Russland betreiben eine Politik der Beeinflussung über ihre Vakzine, bevor sie ihre eigene Bevölkerung geimpft haben", bemängelte der französische Außenminister.

Zuvor hatte auch EU-Ratspräsident Charles Michel Moskau und Peking vorgeworfen, ihre Corona-Impfstoffe "für Propagandazwecke" einzusetzen. Die Bundesregierung hofft dagegen auf eine europaweite Zulassung von Sputnik V. Sie hatte sich am Mittwoch bei der EU-Kommission für eine gemeinsame europäische Bestellung eingesetzt. Von den EU-Ländern verimpft unter anderem Ungarn Sputnik V bereits.

(A.Nikiforov--DTZ)

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