Deutsche Tageszeitung - Bundespräsident Steinmeier fordert Durchhaltevermögen bei der Pandemiebekämpfung

Bundespräsident Steinmeier fordert Durchhaltevermögen bei der Pandemiebekämpfung


Bundespräsident Steinmeier fordert Durchhaltevermögen bei der Pandemiebekämpfung
Bundespräsident Steinmeier fordert Durchhaltevermögen bei der Pandemiebekämpfung / Foto: ©

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Durchhaltevermögen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie gefordert. "Ja, der Tunnel ist länger, als wir gedacht und gehofft haben. Aber gerade jetzt im Angesicht der dritten Welle ist nicht die Zeit, finde ich, für Resignation, Verzweiflung oder Abrechnung", sagte Steinmeier am Freitag bei der Verleihung von Orden an Menschen, die sich bei der Bewältigung der Pandemie engagieren.

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Steinmeier sagte, der Kampf gegen das Coronavirus sei ein Marathonlauf, das derzeitige letzte Drittel sei der härteste Teil der Strecke. "Auf diesem Abschnitt, dem letzten Drittel dürfen wir nicht den Mut, nicht die Zuversicht, und vor allen Dingen auch nicht das Selbstvertrauen verlieren." Es müsse jetzt schneller und umfassender geimpft werden als bisher, "mit allen Mitteln, die wir haben, und mit mehr Pragmatismus als bisher."

Steinmeier verlieh an fünf Frauen und einen Mann den Verdienstorden der Bundesrepublik, darunter eine Frau aus Saalfeld in Thüringen, die für Alte, Kranke und Behinderte "Telefonbesuche" im Lockdown organisierte. Eine Stationsleiterin aus Rötha in Sachsen habe im Quarantäneteam ihrer Klinik weit Überdurchschnittliches geleistet, ein Arzt aus dem saarländischen Homburg/Saar habe zahlreiche Menschenleben gerettet, in dem er aus schwer getroffenen Regionen Frankreichs Corona-Patienten in sein Klinikum verlegen ließ.

Eine Bereitschaftsleiterin des Deutschen-Roten-Kreuz aus dem baden-württembergischen Ertingen habe wiederholt besondere Tatkraft gezeigt, die Leiterin der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland in Frankfurt am Main, hochbetagten Holocaust-Überlebenden geholfen und sie aus der Isolation im Lockdown geholt. Eine Lehrerin aus Risum-Lindholm in Schleswig-Holstein wiederum habe kreativ und einfühlsam ihren Grundschulkindern in der Zeit der Schulschließung geholfen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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