Deutsche Tageszeitung - Rund 180 UN-Länder sprechen sich für fairen Zugang zu Corona-Impfstoff aus

Rund 180 UN-Länder sprechen sich für fairen Zugang zu Corona-Impfstoff aus


Rund 180 UN-Länder sprechen sich für fairen Zugang zu Corona-Impfstoff aus
Rund 180 UN-Länder sprechen sich für fairen Zugang zu Corona-Impfstoff aus / Foto: ©

Ein Großteil der 193 UN-Mitgliedsstaaten hat sich für einen gleichberechtigten Zugang zu den Corona-Impfstoffen ausgesprochen. Lediglich 13 Staaten hätten die bei der Sitzung der Vollversammlung vom Libanon eingebrachte politische Erklärung nicht unterstützt, teilten die Vereinten Nationen am Freitag mit. Unter ihnen seien Nordkorea, Myanmar, Syrien, die Zentralafrikanische Republik, der Südsudan und die Seychellen.

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In der Erklärung zeigen sich die Unterzeichnerstaaten "zutiefst besorgt", dass allen internationalen "Vereinbarungen, Initiativen und Erklärungen" zum Trotz die Covid-Impfstoffe immer noch weltweit ungleich verteilt seien, und zwar nicht nur "zwischen", sondern auch "in den Ländern".

Sie verpflichten sich deshalb, die Impfungen als ein "globales, öffentliches Gut zu behandeln" und einen "gerechten und fairen Zugang für alle sicherstellen". Dafür sei die internationale Covax-Initiative der "geeignete Mechanismus", heißt es in dem Text weiter.

Die internationale Covax-Initiative will eine faire weltweite Verteilung von Corona-Impfstoffen erreichen. Ursprünglich sollten bis Ende Mai 238 Millionen Dosen an die ärmsten Staaten geliefert werden. Allerdings musste die Initiative zuletzt einen schweren Rückschlag hinnehmen, nachdem die Lieferungen des Impfstoff-Herstellers Serum Institute of India (SII) für März und April ins Stocken geraten waren.

Das SII, das den Astrazeneca-Impfstoff produziert, beliefert sowohl den heimischen Markt als auch die internationale Covax-Initiative. Wegen des großen Bedarfs in Indien stellt die indische Regierung jedoch derzeit keine Exportgenehmigungen aus.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte deshalb die internationale Gemeinschaft am Freitag eindringlich dazu aufgerufen, sofort zehn Millionen Impfdosen für 20 ärmere Länder zu spenden, die ohne diese weiterhin leer ausgehen würden.

(M.Dylatov--DTZ)

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