Deutsche Tageszeitung - Ein Toter bei Unruhen am Rande von Wahl in indischem Bundesstaat Westbengalen

Ein Toter bei Unruhen am Rande von Wahl in indischem Bundesstaat Westbengalen


Ein Toter bei Unruhen am Rande von Wahl in indischem Bundesstaat Westbengalen
Ein Toter bei Unruhen am Rande von Wahl in indischem Bundesstaat Westbengalen / Foto: ©

Bei Unruhen am Rande der Regionalwahl im ostindischen Bundesstaat Westbengalen ist ein Mensch getötet worden. Die Leiche des Anhängers der national-hinduistischen BJP-Partei von Premierminister Narendra Modi sei auf dem Gelände seiner Lehmhütte entdeckt worden, teilte BJP-Regionalpräsident Dilip Ghosh am Samstag mit. Er machte Mitglieder der in Westbengalen regierenden Partei Trinamool Kongress für die Tat verantwortlich.

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Westbengalen ist seit Jahrzehnten von ethnischen und religiösen Spannungen geprägt. Mobs hätten am Samstag die Autos von mindestens zwei Kandidaten attackiert, teilte die Polizei mit. Bei einem Bombenangriff auf ein Wahllokal sei zudem ein Beamter schwer verletzt worden.

Bereits im Vorfeld der Wahl hatte es trotz stark steigender Corona-Infektionszahlen Massendemonstrationen gegeben. Zu einer Wahlkampfveranstaltung im Beisein von Premier Modi in Kalkutta kamen 800.000 Menschen. Nach Angaben der BJP wurden in den vergangenen zwei Jahren mehr als hundert ihrer Unterstützer in Westbengalen getötet. Tödliche Angriffe auf ihre Mitglieder meldete auch die Trinamool-Partei.

Wegen befürchteter Unruhen wurde die Wahl auf acht Etappen ausgedehnt, die letzten Abstimmungen finden am 29. April statt.

Zur ersten Runde der Regionalwahl aufgerufen waren am Samstag auch die Menschen im nordostindischen Bundesstaat Assam. Am 6. April folgen Wahlen in den Bundesstaaten Tamil Nadu, Kerala und Puducherry. Ergebnisse der Urnengänge werden für den 2. Mai erwartet.

Vor allem in Westbengalen hofft die BJP auf einen historischen Sieg und die Ablösung der seit 2011 amtierenden Regierungschefin Mamata Banerjee. Die 66-Jährige stehe seit einiger Zeit an der Spitze einer gegen Premierminister Modi gerichteten Oppositionsbewegung, sagte die Politikexpertin Arati Jerath der Nachrichtenagentur AFP. "Sie zu besiegen würde dieser Herausforderung ein Ende bereiten."

(W.Novokshonov--DTZ)

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