Deutsche Tageszeitung - Berlin und Mecklenburg-Vorpommern beschließen Testpflicht für Shoppen und Friseur

Berlin und Mecklenburg-Vorpommern beschließen Testpflicht für Shoppen und Friseur


Berlin und Mecklenburg-Vorpommern beschließen Testpflicht für Shoppen und Friseur
Berlin und Mecklenburg-Vorpommern beschließen Testpflicht für Shoppen und Friseur / Foto: ©

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Bundesländer Berlin und Mecklenburg-Vorpommern weitere Restriktionen beschlossen. In Berlin soll ab Mittwoch Shoppen nur noch mit einem negativen Corona-Test möglich sein, wie die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) am Samstagabend bei einer Pressekonferenz mitteilte. Dies gelte für Geschäfte "über den systemrelevanten Einzelhandel hinaus", ausgenommen seien also Supermärkte, Drogerien und Apotheken.

Textgröße ändern:

Auch bei der Nutzung sogenannter körpernaher Dienstleistungen wie etwa einem Friseurbesuch muss in Berlin ab Mittwoch ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden. Darüber hinaus verpflichtet der Berliner Senat die Arbeitgeber in der Hauptstadt, ihren Arbeitnehmern zwei Corona-Tests pro Woche anzubieten.

"Wir können nicht immer nur weiter einschränken im privaten Bereich oder bei den Schulen, bei den Kindern", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) dazu. Er rief die Bürger auf, die Osterfeiertage zu nutzen, um ihre privaten Kontakte weiter zu reduzieren. Jeder sei "aufgefordert sich bewusst zu machen, dass man eben doch etwas tun kann".

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) setzt auf eine Corona-Testpflicht. Dem NDR sagte sie am Samstagabend: "Wir haben uns entschieden, die Notbremse zu ziehen, aber nicht dass wir alles schließen, sondern sagen: Die Dinge, die wir geöffnet haben, da braucht es zukünftig einen negativen Schnelltest oder Selbsttest." Als Beispiele nannte sie den Einzelhandel und Friseure.

Schwesig fügte hinzu, außerdem sollten nächtliche Ausgangssperren zwischen 21.00 und 06.00 Uhr in Kraft treten in Landkreisen, die von der Corona-Pandemie "sehr stark betroffen" sind. Schließlich fänden die meisten Infektionen im privaten Bereich statt. "Und da müssen wir uns jetzt alle selber zurücknehmen", mahnte die SPD-Politikerin.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Trump-Hubschrauber über Washington womöglich Passagierflugzeug zu nahe gekommen

Ein US-Militärhubschrauber mit Präsident Donald Trump an Bord ist womöglich über Washington einem Passagierflugzeug zu nahe gekommen. Die Transportsicherheitsbehörde erklärte am Mittwoch, sie untersuche einen Vorfall, "bei dem der vorgeschriebene Sicherheitsabstand zwischen der 'Marine One' und einem vom Washington National Airport (DCA) gestarteten Passagierflugzeug unterschritten worden sein soll". Das Weiße Haus betonte, der Präsident habe sich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr befunden.

Urteil in Prozess um tödlichen Autoanschlag auf Verdi-Demonstration in München

Im Prozess um den tödlichen Autoanschlag auf eine Demonstration der Gewerkschaft Verdi in München soll am Donnerstag (11.30 Uhr) das Urteil gesprochen werden. Die Bundesanwaltschaft wirft dem aus Afghanistan stammenden Farhad N. in dem vor dem Münchner Oberlandesgericht geführten Verfahren vor, im Februar vergangenen Jahres kurz vor der Bundestagswahl mit einem Auto von hinten in die Demonstration gefahren zu sein und dabei eine 37 Jahre alte Mutter mit ihrem zwei Jahre alten Kind getötet zu haben.

Steinmeier-Nachfolge: Özdemir spricht sich für eine Frau aus

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat sich für eine Frau als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgesprochen. "Nach zwölf Männern im Amt des Bundespräsidenten fände ich es ein starkes und wichtiges Zeichen, wenn Deutschland erstmals eine Bundespräsidentin bekäme", sagte Özdemir den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). "Es gibt in unserem Land so viele herausragende Frauen, die die Erfahrung, die Autorität und die verbindende Kraft für dieses Amt mitbringen."

US-Kriegsschiffe der neuen "Trump"-Klasse könnten 275 Milliarden Dollar kosten

Die von US-Präsident Donald Trump geplanten und nach ihm benannten neuen Kriegsschiffe für die Armee könnten 275 Milliarden Dollar (rund 238 Milliarden Euro) kosten. Das teilte die Behörde CBO am Mittwoch mit, die den US-Kongress in Haushalts- und Wirtschaftsfragen berät. Die Schiffe der "Trump"-Klasse wären somit die teuersten US-Kriegsschiffe aller Zeiten.

Textgröße ändern: