Deutsche Tageszeitung - Erste Corona-Impfdosen im Jemen eingetroffen

Erste Corona-Impfdosen im Jemen eingetroffen


Erste Corona-Impfdosen im Jemen eingetroffen
Erste Corona-Impfdosen im Jemen eingetroffen / Foto: ©

Der vom Bürgerkrieg zerrüttete Jemen hat seine ersten Corona-Impfdosen erhalten. 360.000 Dosen des Vakzins des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca seien am Mittwoch im Land eingetroffen, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. Die Lieferung erfolgte über die Covax-Initiative, die Corona-Impfstoffe an ärmere Länder verteilt. Im Laufe des Jahres soll der Jemen laut Unicef 1,9 Millionen Impfdosen erhalten.

Textgröße ändern:

Vergangene Woche hatte Jemens Corona-Ausschuss die Regierung aufgefordert, wegen steigender Fallzahlen den Notstand auszurufen und einen Teil-Lockdown zu verhängen. Auch die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen teilte einen Anstieg kritischer Covid-19-Fälle mit.

Offiziell wurden in dem 30-Millionen-Einwohner-Land bislang gut 4000 Corona-Infektionen sowie 863 Todesopfer registriert. Wegen weniger Tests ist aber von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

Die Gesundheitsversorgung im Jemen ist wegen des 2015 einsetzenden Bürgerkriegs ohnehin schlecht. Nach UN-Angaben steckt das Land in der schwersten humanitären Krise weltweit.

Im Jemen kämpfen die von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und die schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht, gegeneinander. Zehntausende Menschen wurden getötet, Millionen Einwohner mussten flüchten.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Steinmeier-Nachfolge: Unions-Fraktionschef Frei sieht keinen "Zeitdruck"

In der Diskussion um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht Unions-Fraktionschef Thorsten Frei (CDU) keinen Handlungsdruck. Die Wahl des neuen Staatsoberhaupts sei am 30. Januar, sagte Frei am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. "Es ist also nicht so, dass wir jetzt irgendwie unter Zeitdruck stünden."

"Spiegel": Linken-Frontfrau Eralp offenbart intern Angst vor Terrorsympathisanten

Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp ist offenbar eingeschüchtert von Hamas-Sympathisanten in der Hauptstadt. Sie und ihr Mann hätten "Angst vor diesen Leuten", schreibt Eralp in einem internen Dokument, das dem "Spiegel" vorliegt. Sie bezieht diese Aussage auf den Hamas-Sympathisanten Ibrahim Ibrahim, der im September bei der Wahlparty der Linken in Berlin-Neukölln aufgetaucht war.

EU-Spitzen zu Gipfeltreffen in Kanada

Vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zu den USA beginnt am Donnerstag in Montreal der EU-Kanada-Gipfel. Die EU-Delegation wird von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa angeführt. Eröffnet wird das Treffen mit einer Rede von der Leyens zu den Beziehungen zwischen Kanada und der EU (15.00 Uhr MEZ).

Rotes Kreuz eröffnet größtes Bevölkerungsschutzzentrum Deutschlands

Das Deutsche Rote Kreuz eröffnet am Donnerstag in Brandenburg das größte und modernste Bevölkerungsschutzzentrum Deutschlands (9.30 Uhr). Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wird bei der Veranstaltung in Luckenwalde die Eröffnungsrede halten. Mit der Lagerung und schnellen Bereitstellung von Hilfsgütern für Katastrophen in Deutschland soll der DRK-Bevölkerungsschutz-Hub für die nationale Krisenvorsorge eine Schlüsselrolle einnehmen.

Textgröße ändern: