Deutsche Tageszeitung - Präsidentschaftswahl in Benin von Betrugsvorwürfen überschattet

Präsidentschaftswahl in Benin von Betrugsvorwürfen überschattet


Präsidentschaftswahl in Benin von Betrugsvorwürfen überschattet
Präsidentschaftswahl in Benin von Betrugsvorwürfen überschattet / Foto: ©

Überschattet von Betrugsvorwürfen hat in der westafrikanischen Republik Benin die Präsidentschaftswahl stattgefunden. Erwartet wurde ein Sieg des 62-jährigen Amtsinhabers Patrice Talon. Talons Gegenkandidaten, dem 66-jährigen Alassane Soumanou Djimba und dem 67-jährigen Corentin Kohoué, wurden bei dem Wahlgang nur geringe Chancen eingeräumt. Zu der Wahl aufgerufen waren 5,5 Millionen Bürger Benins. Das Ergebnis des Wahlgangs wurde für Montag oder Dienstag erwartet.

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Talon, der mit der landestypischen Baumwollproduktion reich wurde, gilt als Modernisierer. Das Land verzeichnete im Jahr 2019 ein Wachstum von fast sieben Prozent. Allerdings sank das Wachstum auf einen Wert von zwei Prozent, nachdem die Grenze zu Nigeria wegen der Corona-Krise geschlossen wurde.

In der letzten Wahlkampfwoche wurden mehrere Demonstranten der Opposition von Polizeikugeln tödlich getroffen. Am Samstag gab es Schwierigkeiten, die Wahlunterlagen in den Norden des Landes zu transportieren, weil dort zahlreiche Straßen von Anhängern der Opposition blockiert wurden.

Für die Wahl wurden mehr als 15.500 Wahllokale geöffnet. In den Straßen der Wirtschaftshauptstadt Cotonou war es am Morgen ruhig. Es wurde mit einer schwachen Wahlbeteiligung gerechnet, nachdem führende Vertreter der Opposition zum Boykott des Wahlgangs aufgerufen hatten. Der Präsident habe sich dafür entschieden, "allein gegen sich selbst" anzutreten, schrieben Vertreter der Front für die Wiederherstellung der Demokratie (FRD).

(M.Dylatov--DTZ)

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