Deutsche Tageszeitung - 96 Tote bei Kämpfen um Marib im Jemen

96 Tote bei Kämpfen um Marib im Jemen


96 Tote bei Kämpfen um Marib im Jemen
96 Tote bei Kämpfen um Marib im Jemen / Foto: ©

Bei den jüngsten Kämpfen in der Region um die Stadt Marib im Jemen sind 96 Soldaten und Aufständische ums Leben gekommen. Wie am Freitag aus Militärkreisen zu erfahren war, verzeichneten die regierungstreuen Truppen in den vergangenen beiden Tagen 36 Tote, auf der Seite der Rebellen habe es 60 Tote gegeben. Marib ist die letzte Hochburg der regierungstreuen Truppen im Norden Jemens. Die Huthi-Rebellen versuchen seit Monaten, diese Bastion einzunehmen.

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Im Jemen herrscht seit sechs Jahren Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Huthi-Rebellen. Die rund 75 Kilometer westlich von Marib gelegene Hauptstadt des Jemen, Sanaa, wird von den Rebellen kontrolliert.

Schon seit Februar versuchen die Huthis, Marib einzunehmen. In den vergangenen Wochen verstärkten die Huthi-Rebellen auch ihre Raketen- und Drohnenangriffe gegen Saudi-Arabien. Eine von Riad vorgeschlagene Waffenruhe lehnten die Rebellen ab.

Riad unterstützt Hadis Regierung seit 2015 militärisch. Seither wurden in dem Krieg zehntausende Menschen getötet, Millionen Einwohner mussten flüchten. Die Vereinten Nationen stufen die Lage im Jemen als schwerste humanitäre Krise der Welt ein.

(V.Sørensen--DTZ)

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