Deutsche Tageszeitung - Papst zeigt sich besorgt über Situation in der Ostukraine

Papst zeigt sich besorgt über Situation in der Ostukraine


Papst zeigt sich besorgt über Situation in der Ostukraine
Papst zeigt sich besorgt über Situation in der Ostukraine / Foto: ©

Papst Franziskus hat sich besorgt über die angespannte Lage in der Ostukraine gezeigt und Maßnahmen zur Wiederherstellung des Vertrauens gefordert. "Ich verfolge mit tiefer Sorge die Ereignisse in mehreren Gebieten der Ostukraine, wo in den vergangenen Monaten die Verletzungen des Waffenstillstands zugenommen haben", sagte der Papst am Sonntag nach dem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. Er sehe die Zunahme an militärischen Aktivitäten "mit großer Besorgnis".

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Er hoffe, dass es anstelle einer Zunahme der Spannungen zu Gesten des Vertrauens und der Versöhnung komme, sagte der Papst. Dabei verwies er unter anderem auf die Notlage von Zivilisten, die in den betroffenen Gebieten leben und in den Konflikt verwickelt werden.

Zuvor hatten Deutschland, Frankreich und die Ukraine einen Abzug der russischen Truppen von der Grenze zur Ukraine gefordert. Ziel sei eine "Deeskalation der Lage", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag nach Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj.

Seit einigen Wochen spitzt sich die Lage zwischen Kiew und Moskau im Ukraine-Konflikt wieder zu. Kiew und seinen westlichen Verbündeten bereitet vor allem die Verlegung zehntausender russischer Soldaten an die ukrainische Grenze große Sorgen.

In dem seit 2014 andauernden Konflikt mit pro-russischen Separatisten in der Ost-Ukraine wurden mehr als 13.000 Menschen getötet. Im Juli vergangenen Jahres hatten sich die Konfliktparteien auf einen Waffenstillstand geeinigt. Seit Mitte Februar gibt es aber verstärkte Kampfhandlungen, die den ohnehin fragilen Waffenstillstand untergraben.

(A.Nikiforov--DTZ)

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