Deutsche Tageszeitung - Pentagon sieht Abzug aus Afghanistan von Gefechten am Wochenende nicht bedroht

Pentagon sieht Abzug aus Afghanistan von Gefechten am Wochenende nicht bedroht


Pentagon sieht Abzug aus Afghanistan von Gefechten am Wochenende nicht bedroht
Pentagon sieht Abzug aus Afghanistan von Gefechten am Wochenende nicht bedroht / Foto: ©

Das Pentagon sieht in den Kämpfen zwischen afghanischen Soldaten und radikalislamischen Taliban am vergangenen Wochenende keine Bedrohung für den geplanten Abzug der internationalen Truppen. Die jüngsten Gefechte am Wochenende hätten "keine bedeutenden Auswirkungen gehabt", sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums am Montag (Ortszeit). "Wir haben bis jetzt nichts gesehen, was den Abzug beeinträchtigt hat", fügte er hinzu.

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Bei den Kämpfen am Wochenende waren nach Angaben aus Kabul binnen 24 Stunden mehr als einhundert Aufständische getötet worden. Die Gefechte hätten in mehreren Provinzen stattgefunden. Beide Seiten sind dafür bekannt, die Opferzahlen der jeweils anderen Seite zu übertreiben.

In der vergangenen Woche hatte der Abzug der etwa 9600 verbliebenen Nato-Soldaten aus Afghanistan formell begonnen, am Sonntag übergaben die US-Streitkräfte das Camp Antonik in der südlichen Unruheprovinz Helmand an afghanische Spezialeinheiten. Der Abzug soll bis spätestens zum 11. September abgeschlossen sein - dem 20. Jahrestag der Terroranschläge in den USA, die den Einmarsch der US-Armee in Afghanistan zur Folge gehabt hatten.

Ursprünglich war der Nato-Abzug bis zum 1. Mai anvisiert gewesen. Der frühere US-Präsident Donald Trump hatte den radikalislamischen Taliban dieses Datum in Aussicht gestellt. Der Termin wurde dann wegen fehlender Fortschritte in den Friedensgesprächen zwischen den Taliban und der Regierung in Kabul nicht eingehalten.

Den Truppenabzug wird von Sorgen begleitet, dass sich ohne Präsenz internationaler Truppen die Konflikte in Afghanistan weiter verschärfen und die Gewalt dramatisch zunehmen könnte. Eine Friedensvereinbarung zwischen der Regierung in Kabul und den Taliban ist bislang nicht in Sicht.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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