Deutsche Tageszeitung - Fujimori sieht "Hinweise auf Betrug" bei Wahl in Peru

Fujimori sieht "Hinweise auf Betrug" bei Wahl in Peru


Fujimori sieht "Hinweise auf Betrug" bei Wahl in Peru
Fujimori sieht "Hinweise auf Betrug" bei Wahl in Peru / Foto: ©

Nach der Stichwahl um die Präsidentschaft in Peru hat die rechtspopulistische Kandidatin Keiko Fujimori Betrugsvorwürfe erhoben. Es gebe eine "Reihe von Unregelmäßigkeiten" und "Hinweise auf Betrug", sagte Fujimori am Montag bei einer Pressekonferenz in Lima. Es bestehe "die eindeutige Absicht, den Willen des Volkes zu boykottieren". Die 46-Jährige zeigte Fotos und Videos, die angeblich Unregelmäßigkeiten bei der Stimmauszählung dokumentieren.

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Nach der Wahl am Sonntag hatte die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori laut ersten Ergebnissen vor ihrem linksgerichtete Rivalen Pedro Castillo gelegen. Den jüngsten Teilergebnissen zufolge schob sich der Lehrer und Gewerkschafter inzwischen aber an Fujimori vorbei. Nach der Auszählung von fast 95 Prozent der Stimmen liegt er bei 50,2 Prozent, während seine Konkurrentin auf 49,7 Prozent kommt.

Bis zur Verkündung eines offiziellen Endergebnisses könnten aber noch mehrere Tage vergehen. Mehr als eine Million Stimmen von Peruanern, die im Ausland abgestimmt haben, müssen noch ausgezählt werden.

Beide Kandidaten hatten bei ihrer Stimmabgabe am Sonntag versprochen, das Wahlergebnis auch im Falle einer Niederlage zu akzeptieren. Fujimori erklärte, sie werde den Willen der Wähler respektieren, "egal wie das Ergebnis lautet". Nach der Wahl 2016 hatte sie sich zunächst geweigert, den Sieg ihres Rivalen Pedro Pablo Kuczynski anzuerkennen. Später bezeichnete sie ihr Verhalten als "Fehler".

Fujimori bewirbt sich bereits zum dritten Mal um das höchste Staatsamt. 2011 und 2016 landete sie in der Stichwahl jeweils knapp hinter ihren Konkurrenten, dieses Jahr unterlag sie in der ersten Runde ebenfalls überraschend Castillo. Fujimori steht in der weitverzweigten Affäre um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht unter Korruptionsverdacht und verbrachte insgesamt 16 Monate in Untersuchungshaft.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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