Deutsche Tageszeitung - US-Regierung plant Zusammenführung von 29 weiteren Einwandererfamilien

US-Regierung plant Zusammenführung von 29 weiteren Einwandererfamilien


US-Regierung plant Zusammenführung von 29 weiteren Einwandererfamilien
US-Regierung plant Zusammenführung von 29 weiteren Einwandererfamilien / Foto: ©

Die US-Regierung plant die Zusammenführung von 29 weiteren Einwandererfamilien, die in der Amtszeit von Ex-Präsident Donald Trump auseinandergerissen wurden. Sein Ministerium arbeite "unablässig" daran, Familien wieder zu vereinen, die "von der Vorgängerregierung grausam getrennt wurden", erklärte Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas am Dienstag. Im Mai waren die ersten sieben Einwandererfamilien wieder vereint worden.

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Ein speziell gebildeter Krisenstab des Ministeriums hat demnach 3913 Kinder identifiziert, die zwischen Juli 2017 und dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Joe Biden am 20. Januar 2021 an der mexikanischen Grenze von ihren Familien getrennt wurden. Bei 2127 dieser Kinder gebe es keine Unterlagen über eine seither erfolgte Zusammenführung mit ihren Angehörigen.

Trump hatte im Kampf gegen illegale Einwanderung auf eine harte Linie gesetzt. Im Zuge einer Politik der "Null Toleranz" wurden 2018 hunderte an der Grenze aufgegriffene Kinder von ihren Eltern getrennt. Während die Minderjährigen in gesonderte Unterkünfte gebracht wurden, kamen ihre Eltern in Haft und wurden in vielen Fällen abgeschoben.

Nach einem Aufschrei der Empörung wurde die Praxis wieder beendet, ein Richter ordnete die Zusammenführung der Familien an. Allerdings konnten zunächst die Eltern von hunderten Minderjährigen nicht aufgefunden werden.

Biden hatte unmittelbar nach seinem Amtsantritt eine Abkehr vom harten Kurs seines Vorgängers eingeleitet und eine humanere Migrationspolitik angekündigt. Allerdings hat sich die Lage an der Grenze zu Mexiko zuletzt verschärft: Die Zahl der ankommenden Migranten vor allem aus Mittelamerika ist deutlich angestiegen, im März wurden an der Grenze so viele Menschen festgenommen wie seit 15 Jahren nicht mehr. Die US-Behörden sind vor allem mit der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen überfordert.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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