Deutsche Tageszeitung - Grüne bleiben in Wahlprogramm bei Forderung nach zwölf Euro Mindestlohn

Grüne bleiben in Wahlprogramm bei Forderung nach zwölf Euro Mindestlohn


Grüne bleiben in Wahlprogramm bei Forderung nach zwölf Euro Mindestlohn
Grüne bleiben in Wahlprogramm bei Forderung nach zwölf Euro Mindestlohn / Foto: ©

Die Grünen bleiben in ihrem Wahlprogramm bei ihrer Forderung nach zwölf Euro Mindestlohn. Der digitale Parteitag lehnte am Samstag einen Änderungsantrag ab, der eine Erhöhung auf 13 Euro beinhaltete. Bundesgeschäftsführer Michael Kellner hatte argumentiert, dass die Grünen mit ihrer Forderung nach zwölf Euro in einem "sehr breiten Bündnis" mit den Gewerkschaften seien. Danach solle die reformierte Mindestlohnkommission den Mindestlohn jährlich erhöhen.

Textgröße ändern:

Es gehe darum, sich zusammen mit den Gewerkschaften und Sozialverbänden gegen starke Wirtschaftsinteressen und Lobbygruppen durchzusetzen, sagte Kellner. Eine höhere Forderung schwäche diese breite Allianz. "Der Kampf ist schon hart genug, zwölf Euro durchzusetzen", betonte der Bundesgeschäftsführer.

Der gesetzliche Mindestlohn war zu Jahresbeginn auf 9,50 Euro angestiegen. Er soll der bisherigen Beschlusslage der großen Koalition zufolge bis Juli 2022 auf 10,45 Euro steigen.

Der Parteitag lehnte zudem einen Änderungsantrag für das Wahlprogramm ab, wonach die wöchentliche Arbeitszeit für Vollzeit-Beschäftigungen langfristig auf 30 Stunden reduziert werden soll. Damit bleibt es im Wahlprogramm bei der Formulierung, dass die Grünen "die starre Vollzeit zu einer Wahlarbeitszeit zwischen 30 und 40 Stunden bei flexiblem Arbeitszeitkorridor umgestalten" wollen.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Trump bringt Angriffe auf weitere Ziele im Iran ins Spiel

US-Präsident Donald Trump hat mögliche neue Angriffe auf Ziele im Iran ins Spiel gebracht. "Wir haben ihr Atomprogramm ausgeschaltet. Wir müssen uns noch um, ich würde sagen, ein oder zwei Anlagen kümmern, aber das können wir in zehn Minuten erledigen", sagte Trump am Samstag vor Journalisten auf seinem Anwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida.

Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich - insgesamt 565 Festnahmen

Bei Ausschreitungen am Rande landesweiter Massenproteste in Frankreich sind am Samstag 565 Menschen festgenommen worden. Dies teilte das französische Innenministerium am Abend mit. In Paris wurden zudem fünf Sicherheitskräfte verletzt, darunter drei durch Molotowcocktails, wie die Polizeipräfektur mitteilte. Bei einem der Angriffe geriet die Uniform eines Gendarmen durch einen Molotowcocktail in Brand.

Ausschreitungen nach Jugendprotesten in Frankfurt - mehr als 30 Festnahmen

Nach zunächst weitgehend friedlichen Jugendprotesten ist es am Samstagabend in der Innenstadt von Frankfurt am Main zu schweren Ausschreitungen mit Angriffen auf Polizisten und Plünderungen gekommen. Nach Angaben der Polizei bewarfen Randalierer Einsatzkräfte mit Molotowcocktails und schlugen die Fensterscheiben mehrerer Geschäfte ein, darunter die eines Waffenladens. Bis zum späten Abend wurden demnach mehr als 30 Menschen vorläufig festgenommen.

Ausschreitungen nach "GenZ"-Protest in Berlin: 27 leichtverletzte Polizisten und viele Festnahmen

Bei Ausschreitungen nach Jugendprotesten der bundesweiten Initiative "GenZ regelt" sind in Berlin nach Polizeiangaben 27 Beamte leicht verletzt worden. Ein Polizeisprecher sagte am späten Samstagabend, bei einer Versammlung mit bis zu 3500 Teilnehmern, die am Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte begonnen hatte, sei es zu "zahlreichen Straftaten" gekommen. Darunter seien Sachbeschädigung, Körperverletzung sowie Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz.

Textgröße ändern: