Deutsche Tageszeitung - Mann fährt in Minneapolis in Gruppe von Demonstranten und tötet Frau

Mann fährt in Minneapolis in Gruppe von Demonstranten und tötet Frau


Mann fährt in Minneapolis in Gruppe von Demonstranten und tötet Frau
Mann fährt in Minneapolis in Gruppe von Demonstranten und tötet Frau / Foto: ©

Bei Protesten gegen Polizeigewalt in der US-Stadt Minneapolis ist ein Mann mit seinem Auto in eine Gruppe von Demonstranten gefahren und hat eine Frau getötet. Bei dem Vorfall in der Nacht zum Montag wurden drei weitere Menschen verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer wurde festgenommen. Der Polizei zufolge spielten möglicherweise Alkohol oder Drogen eine Rolle.

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Demnach fuhr der Mann kurz vor Mitternacht in die Gruppe von Demonstranten, die gegen tödliche Polizeischüsse auf einen Schwarzen Anfang Juni protestierten. "Demonstranten zogen den Verdächtigen aus dem Fahrzeug und begannen laut Zeugenaussagen, den Fahrer zu schlagen", erklärte die Polizei. "Polizisten trafen ein und nahmen den Fahrer in Gewahrsam."

Auch er wurde in der Folge in einem Krankenhaus behandelt. Laut im Internet veröffentlichten Aufnahmen handelt es sich um einen Weißen.

Die Hintergründe des Vorfalls sei unklar, erklärte die Polizei. Laut ersten Ermittlungen könnte aber "Konsum von Drogen oder Alkohol durch den Fahrer ein Faktor" bei dem Vorfall gewesen sein.

Die Demonstranten protestierten wegen der tödlichen Polizeischüsse auf den Afroamerikaner Winston Boogie Smith am 3. Juni in Minneapolis. Die Beamten hatten den Schwarzen erschossen, als sie ihn wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Waffenrecht festnehmen wollten.

In der Stadt im Bundesstaat Minnesota war im Mai vergangenen Jahres der Afroamerikaner George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet worden. Floyds Tod löste landesweite Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze aus und sorgte auch international für Schlagzeilen.

Der weiße Polizist Derek Chauvin hatte dem wegen Falschgeldvorwürfen festgenommenem Floyd neuneinhalb Minuten lang das Knie in den Nacken gedrückt, obwohl der 46-Jährige wiederholt klagte, er bekomme keine Luft Chauvin wurde im April unter anderem des Mordes zweiten Grades - in Deutschland etwa schwerer Totschlag - schuldig gesprochen. Das Strafmaß soll am 25. Juni verkündet werden.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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