Deutsche Tageszeitung - Afghanische Hilfskräfte der US-Armee sollen vor Truppenabzug außer Landes gebracht werden

Afghanische Hilfskräfte der US-Armee sollen vor Truppenabzug außer Landes gebracht werden


Afghanische Hilfskräfte der US-Armee sollen vor Truppenabzug außer Landes gebracht werden
Afghanische Hilfskräfte der US-Armee sollen vor Truppenabzug außer Landes gebracht werden / Foto: ©

Die USA wollen bereits vor dem Ende ihres Truppenabzugs aus Afghanistan bedrohte Ortskräfte außer Landes bringen. "Wir haben eine Gruppe von SIV (Special Immigrant Visa)-Bewerbern identifiziert, die Dolmetscher waren und vor dem Ende des Truppenabzugs aus Afghanistan verlegt werden (...), um den Visumantragsprozess abzuschließen", sagte ein Regierungsbeamter, der anoym bleiben wollte, am Donnerstag in Washington. Um wieviele Betroffene es sich handelt und wohin sie gebracht werden sollen, blieb zunächst offen.

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Rund 18.000 Afghanen haben für die US-Truppen in Afghanistan gearbeitet. Viele von ihnen befürchten Gewalt- und Racheakte nach einem Abzug der US-Streitkräfte, falls die radikalislamischen Taliban wieder vorrücken.

Im Rahmen eines Programms, das vor mehr als einem Jahrzehnt ins Leben gerufen wurde, haben die USA 26.500 Einwanderungsvisa unter anderem für afghanische Dolmetscher und Spezialkräfte genehmigt. Doch nur 16.000 Visa wurden bis Ende Mai ausgestellt, 18.000 Anträge waren bis dahin noch nicht bearbeitet.

US-Abgeordnete hatten zuletzt gewarnt, dass die Abarbeitung bis zu zwei Jahren dauern könnte. US-Medienberichten zufolge könnten einige der Hilfskräfte bis zum Abschluss der Verfahren in Drittstaaten oder das US-Außengebiet Guam ausreisen.

US-Präsident Joe Biden hat einen vollständigen Truppenabzug aus Afghanistan bis spätestens 11. September angekündigt. Seit Ende April läuft der Rückzug der Nato-Truppen.

(W.Novokshonov--DTZ)

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