Deutsche Tageszeitung - Führender Oppositioneller in Venezuela wegen "Terrorismus"-Vorwürfen festgenommen

Führender Oppositioneller in Venezuela wegen "Terrorismus"-Vorwürfen festgenommen


Führender Oppositioneller 
in Venezuela wegen "Terrorismus"-Vorwürfen festgenommen
Führender Oppositioneller in Venezuela wegen "Terrorismus"-Vorwürfen festgenommen / Foto: ©

In Venezuela ist ein führender Oppositionspolitiker unter den Vorwürfen des "Terrorismus" und "Landesverrats" festgenommen worden. Freddy Guevara wurde am Montag (Ortszeit) von Beamten des Geheimdienstes aufgegriffen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der 35-jährige ist ein enger Verbündeter von Oppositionsführer Juan Guaidó, der in einen erbitterten Machtkampf mit dem linksnationalistischen Staatschef Nicolás Maduro verstrickt ist.

Textgröße ändern:

Generalstaatsanwalt Tarek Saab warf Guevara vor, Verbindungen zu "extremistischen und paramilitärischen Gruppen" zu unterhalten, die der Regierung des Nachbarlandes Kolumbien nahestünden. Guevara, der im Jahr 2015 in das Parlament des südamerikanischen Landes gewählt worden war, ist von den Behörden in der Vergangenheit immer wieder beschuldigt worden, zu Gewalt bei Protesten gegen die Maduro-Regierung angestiftet zu haben.

Im November 2017 hatte sich Guevara in die chilenische Botschaft in Caracas geflüchtet, nachdem das Oberste Gericht Venezuelas seine parlamentarische Immunität aufgehoben hatte. Guevara wurde dann jedoch von Maduro begnadigt, woraufhin er im September 2020 nach fast drei Jahren die Botschaft wieder verließ.

Guevaras Verbündeter Guaidó hatte sich Anfang 2019 selbst zum Übergangspräsidenten ausgerufen und wurde daraufhin offiziell von rund 60 Staaten anerkannt, darunter den USA und Deutschland.

Neben den heftigen politischen Konflikten wird Venezuela seit Jahren von einer der schlimmsten Wirtschaftskrisen seiner modernen Geschichte erschüttert. Das einst reiche Ölland durchlebt das vierte Jahr in Folge eine Hyperinflation. Angesichts der lähmenden wirtschaftlichen und humanitären Krise sind nach UN-Angaben seit 2015 rund 5,4 Millionen Menschen aus dem Land geflohen.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Prien: Interessen jüngerer Menschen stärker berücksichtigen

Nach den "GenZ"-Protesten vom Wochenende hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dazu aufgerufen, die Interessen jüngerer Menschen stärker zu berücksichtigen. "Das sind genau die Debatten, die wir jetzt führen müssen, die auch die jungen Menschen sehr zurecht einfordern", sagte Prien am Montag im Sender RBB. Sie wies darauf hin, dass dafür auch ältere Generationen etwas abgeben müssten.

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Textgröße ändern: