Deutsche Tageszeitung - Laschet für Abkehr von Inzidenz als zentralem Maßstab für Corona-Maßnahmen

Laschet für Abkehr von Inzidenz als zentralem Maßstab für Corona-Maßnahmen


Laschet für Abkehr von Inzidenz als zentralem Maßstab für Corona-Maßnahmen
Laschet für Abkehr von Inzidenz als zentralem Maßstab für Corona-Maßnahmen / Foto: ©

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat sich vor der Bund-Länder-Konferenz am Dienstag für eine Abkehr von der Corona-Inzidenz als zentralem Richtwert für Maßnahmen ausgesprochen. "Ausschlaggebend muss auch die Belegung von Krankenhausbetten und Intensivstationen sein", forderte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident in der "Bild am Sonntag" ("BamS"). "Bei einer hohen Impfquote und nur wenigen Patienten erleben wir derzeit keine Überlastung des Gesundheitssystems", betonte er.

Textgröße ändern:

Am Dienstag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer in einer Videokonferenz über die Corona-Lage beraten. Zuletzt waren Debatten um mehr Freiheiten für Geimpfte sowie um neue Richtwerte zur Einschätzung der Pandemie-Lage aufgekommen.

Bislang ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der zentrale Maßstab. Dabei handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb dieses Zeitraums. Die Inzidenz steigt seit Wochen kontinuierlich. Am Freitag hatte dieser Wert nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstmals seit dem Frühjahr wieder die Marke von 20 überschritten.

Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte nun: "Die Inzidenz als alleiniges Maß aller Dinge hat ausgedient." Er plädierte in der "BamS" für einen "3-I-Wert" aus Impffortschritt, Intensivbetten-Auslastung und Inzidenz.

Mecklenburg-Vorpommerns Landeschefin Manuela Schwesig (SPD) plädierte in der "BamS" ebenfalls für eine "neue Corona-Ampel". Diese müsse "neben den aktuellen Corona-Zahlen auch die Auslastung der Krankenhäuser und Intensivbetten und den Impffortschritt berücksichtigen".

Laschet bekräftigte in der "BamS" zudem seine Position, dass Ungeimpfte keine Nachteile gegenüber Geimpften haben sollten, solange sie einen negativen Test vorweisen können. "Wer geimpft, genesen oder getestet ist, den darf der Staat nicht von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausnehmen", sagte der Kanzlerkandidat.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Chef des Dachverbandes der DDR-Opfer kritisiert Linken-Forderung nach Enteignung

Der Vorsitzende des Dachverbands der DDR-Opfer, Dieter Dombrowski, hat die Forderung der Berliner Linken nach Enteignung von Wohnungskonzernen auch wegen der Erfahrungen in der DDR kritisiert. "Was Verstaatlichung für Folgen hat, konnte man vor 1989 in ganz Osteuropa und der DDR sehen", sagte Dombrowski dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben). "Wohnungen gab es damals keine. Und wenn es welche gab, dann waren sie in einem jämmerlichen Zustand - mit Ausnahme der Neubauten."

"Ich labere nicht": Schulze und Siegmund liefern sich in Sachsen-Anhalt Rededuell

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten von AfD und CDU ein teils heftiges Rededuell geliefert. Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze und sein AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund warfen sich am Mittwochabend in der MDR-Sendung "Fakt ist!" aus Magdeburg gegenseitig politisches Versagen vor. Die AfD habe "kein Konzept für die Zukunft von Sachsen-Anhalt", etwa für die Schaffung von Arbeitsplätzen, sagte Schulze.

Sana Surselva kippt Schließung der Geburtshilfe in Ilanz

Sana Surselva behält die Geburtshilfe in Ilanz. Gleichzeitig trennt sich das Unternehmen von CEO Markus Fisch. Die Entscheidung folgt auf Kritik am Sparpotenzial.

Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Heftiges Rededuell zwischen Kandidaten von CDU und AfD

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten von AfD und CDU ein teils heftiges Rededuell über ihre politischen Ziele geliefert. Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze warf seinem AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund am Mittwochabend in der Sendung "Fakt ist!" des MDR vor, "kein Konzept für die Zukunft für Sachsen-Anhalt" zu haben, etwa für die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Textgröße ändern: