Deutsche Tageszeitung - Müller fordert mehr Klimaschutz-Investitionen in Entwicklungsländern

Müller fordert mehr Klimaschutz-Investitionen in Entwicklungsländern


Müller fordert mehr Klimaschutz-Investitionen in Entwicklungsländern
Müller fordert mehr Klimaschutz-Investitionen in Entwicklungsländern / Foto: ©

Vor der Vorstellung des ersten Teils des Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC am Montag hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) die EU zu mehr Unterstützung für ärmere Länder im Kampf gegen den Klimawandel aufgefordert. In den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Montag forderte er einen "weltweiten Green Deal" mit "gewaltigen" privaten und staatlichen Investitionen zum Ausbau erneuerbarer Energien in Schwellen- und Entwicklungsländer.

Textgröße ändern:

Der "Green Deal" ist das 2019 vorgestellte Klimaschutzprogramm der EU, das die europäische Wirtschaft bis 2050 klimaneutral machen soll. Müller forderte, dieses Programm auf Schwellen- und Entwicklungsländer auszuweiten - "denn 92 Prozent der CO2-Emissionen finden außerhalb der EU statt".

Die Folgen des Klimawandels seien längst da und würden weiter zunehmen: Dürren, Hitzewellen, Wirbelstürme und Starkregen, genauso wie der Anstieg des Meeresspiegels und das Abschmelzen der Gletscher. "Vor allem Entwicklungsländer, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, leiden unter diesen Katastrophen", warnte Müller.

Weltweit seien derzeit hunderte neue Kohlekraftwerke in Bau oder Planung. "Gehen diese ’Klimakiller’ alle ans Netz, erreichen wir die Pariser Ziele nie", sagte Müller.

Deutschland sei mit Investitionen von mehr als zwölf Milliarden Euro seit 2015 einer der größten Geber für die Förderung der Energiewende in Entwicklungs- und Schwellenländern. Über drei Millionen Menschen hätten so allein im letzten Jahr Zugang zu nachhaltiger Energie bekommen.

Die Sachstandsberichte des IPCC gelten als wegweisend für die globale Klimapolitik. Der erste Teil des neuen Berichts behandelt naturwissenschaftliche Grundlagen des Klimawandels. Im kommenden Jahr sollen zwei weitere Teile zu Folgen des Klimawandels und Möglichkeiten der Anpassung sowie zu Wegen zu einer Minderung von Treibhausgasemissionen folgen.

Im Hintergrund geht es dabei um die Frage, wie das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens noch erreicht werden kann, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad, mindestens aber auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Chef des Dachverbandes der DDR-Opfer kritisiert Linken-Forderung nach Enteignung

Der Vorsitzende des Dachverbands der DDR-Opfer, Dieter Dombrowski, hat die Forderung der Berliner Linken nach Enteignung von Wohnungskonzernen auch wegen der Erfahrungen in der DDR kritisiert. "Was Verstaatlichung für Folgen hat, konnte man vor 1989 in ganz Osteuropa und der DDR sehen", sagte Dombrowski dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben). "Wohnungen gab es damals keine. Und wenn es welche gab, dann waren sie in einem jämmerlichen Zustand - mit Ausnahme der Neubauten."

"Ich labere nicht": Schulze und Siegmund liefern sich in Sachsen-Anhalt Rededuell

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten von AfD und CDU ein teils heftiges Rededuell geliefert. Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze und sein AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund warfen sich am Mittwochabend in der MDR-Sendung "Fakt ist!" aus Magdeburg gegenseitig politisches Versagen vor. Die AfD habe "kein Konzept für die Zukunft von Sachsen-Anhalt", etwa für die Schaffung von Arbeitsplätzen, sagte Schulze.

Sana Surselva kippt Schließung der Geburtshilfe in Ilanz

Sana Surselva behält die Geburtshilfe in Ilanz. Gleichzeitig trennt sich das Unternehmen von CEO Markus Fisch. Die Entscheidung folgt auf Kritik am Sparpotenzial.

Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Heftiges Rededuell zwischen Kandidaten von CDU und AfD

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten von AfD und CDU ein teils heftiges Rededuell über ihre politischen Ziele geliefert. Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze warf seinem AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund am Mittwochabend in der Sendung "Fakt ist!" des MDR vor, "kein Konzept für die Zukunft für Sachsen-Anhalt" zu haben, etwa für die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Textgröße ändern: