Deutsche Tageszeitung - Nagasaki gedenkt des US-Atombombenabwurfs vor 76 Jahren

Nagasaki gedenkt des US-Atombombenabwurfs vor 76 Jahren


Nagasaki gedenkt des US-Atombombenabwurfs vor 76 Jahren
Nagasaki gedenkt des US-Atombombenabwurfs vor 76 Jahren / Foto: ©

Die japanische Stadt Nagasaki hat am Montag ihrer Zerstörung durch eine US-Atombombe vor 76 Jahren gedacht. Überlebende und einige ausländische Würdenträger hielten um 11.02 Uhr Ortszeit (04.02 Uhr MESZ) ein stilles Gebet. Zu diesem Zeitpunkt wurde 1945 die zweite - und bislang letzte - Atomwaffe in Kriegszeiten abgeworfen. Das zweite Jahr in Folge fiel das Gedenken wegen der Corona-Pandemie kleiner aus als üblich.

Textgröße ändern:

Die US-Armee hatte am 6. August 1945 eine erste Atombombe auf Hiroshima abgeworfen, die rund 140.000 Menschen tötete. Drei Tage später folgte dann der Angriff auf Nagasaki. Dabei wurden mindestens 74.000 Menschen getötet. Am 15. August 1945 endete dann mit der Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg. Bis heute leiden tausende Menschen unter den Spätfolgen der radioaktiven Strahlung in beiden japanischen Städten.

Der Bürgermeister von Nagasaki, Tomihisa Taue, forderte von der internationalen Gemeinschaft einen Abbau der Atomwaffenarsenale. Die Verantwortlichen der Welt "müssen sich zu einer Verringerung von Atomwaffen verpflichten und durch Dialog Vertrauen aufbauen", sagte Taue. Die Zivilgesellschaft müsse entsprechenden Druck aufbauen.

Die diesjährigen Zeremonien zum Gedenken an die Opfer in Nagasaki und Hiroshima waren die ersten seit dem Inkrafttreten eines internationalen Vertrags über das Verbot von Atomwaffen. Im vergangenen Jahr hatten 50 Länder den Verbotsvertrag ratifiziert. Er verbietet den Einsatz, die Entwicklung, Produktion und Lagerung von Atomwaffen sowie die Drohung mit deren Einsatz.

Allerdings wurde er von keinem Land unterzeichnet, das tatsächlich Atomwaffen besitzt. Auch Japan hat sich geweigert, den Vertrag zu unterzeichnen, da es der Meinung ist, dass das Abkommen ohne die Zustimmung der Staaten im Besitz von Atomwaffen kein Gewicht habe.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Chef des Dachverbandes der DDR-Opfer kritisiert Linken-Forderung nach Enteignung

Der Vorsitzende des Dachverbands der DDR-Opfer, Dieter Dombrowski, hat die Forderung der Berliner Linken nach Enteignung von Wohnungskonzernen auch wegen der Erfahrungen in der DDR kritisiert. "Was Verstaatlichung für Folgen hat, konnte man vor 1989 in ganz Osteuropa und der DDR sehen", sagte Dombrowski dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben). "Wohnungen gab es damals keine. Und wenn es welche gab, dann waren sie in einem jämmerlichen Zustand - mit Ausnahme der Neubauten."

"Ich labere nicht": Schulze und Siegmund liefern sich in Sachsen-Anhalt Rededuell

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten von AfD und CDU ein teils heftiges Rededuell geliefert. Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze und sein AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund warfen sich am Mittwochabend in der MDR-Sendung "Fakt ist!" aus Magdeburg gegenseitig politisches Versagen vor. Die AfD habe "kein Konzept für die Zukunft von Sachsen-Anhalt", etwa für die Schaffung von Arbeitsplätzen, sagte Schulze.

Sana Surselva kippt Schließung der Geburtshilfe in Ilanz

Sana Surselva behält die Geburtshilfe in Ilanz. Gleichzeitig trennt sich das Unternehmen von CEO Markus Fisch. Die Entscheidung folgt auf Kritik am Sparpotenzial.

Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Heftiges Rededuell zwischen Kandidaten von CDU und AfD

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten von AfD und CDU ein teils heftiges Rededuell über ihre politischen Ziele geliefert. Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze warf seinem AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund am Mittwochabend in der Sendung "Fakt ist!" des MDR vor, "kein Konzept für die Zukunft für Sachsen-Anhalt" zu haben, etwa für die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Textgröße ändern: