Deutsche Tageszeitung - Rettungsaktion: Bundeswehr fliegt mehr als 120 Menschen aus Kabul aus

Rettungsaktion: Bundeswehr fliegt mehr als 120 Menschen aus Kabul aus


Rettungsaktion: Bundeswehr fliegt mehr als 120 Menschen aus Kabul aus
Rettungsaktion: Bundeswehr fliegt mehr als 120 Menschen aus Kabul aus / Foto: ©

Mehr als 120 Menschen sind am Dienstagnachmittag mit einem Transportflugzeug der Bundeswehr aus Kabul ausgeflogen worden. Das teilte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) mit. "Die Luftbrücke ist angelaufen und wird intensiv fortgesetzt, sofern die Sicherheitslage das irgendwie zulässt", kündigte er zudem weitere Flüge an.

Textgröße ändern:

An Bord der Maschine sind laut Maas sowohl deutsche wie auch afghanische Staatsbürgerinnen und -bürger, außerdem Menschen aus anderen Ländern. Es handelt es sich um den zweiten Evakuierungsflug mit einer Bundeswehrmaschine aus Kabul. Am Morgen waren mit einem ersten Transportflugzeug allerdings nur sieben Menschen ausgeflogen worden. Wie Maas am Nachmittag in Berlin sagte, waren für Dienstag noch zwei weitere Evakierungsflüge geplant.

In Kabul sitzen nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban noch tausende frühere afghanische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeswehr, anderer deutscher Organisationen und Verbände fest, außerdem noch eine kleinere Zahl von Deutschen. Zudem sind viele weitere Afghaninnen und Afghanen bedroht, die sich dort zivilgesellschaftlich engagiert und zum Beispiel für Frauenrechte eingesetzt haben.

Die Bundesregierung steht in der Kritik, weil sie es versäumt hat, die afghanischen Ortskräfte rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Viele von ihnen haben kaum noch die Möglichkeit zum Flughafen zu gelangen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Heftiges Rededuell zwischen Kandidaten von CDU und AfD

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten von AfD und CDU ein teils heftiges Rededuell über ihre politischen Ziele geliefert. Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze warf seinem AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund am Mittwochabend in der Sendung "Fakt ist!" des MDR vor, "kein Konzept für die Zukunft für Sachsen-Anhalt" zu haben, etwa für die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Schweizer Aussenpolitik und EU-Beziehungen im Fokus

In der aktuellen Folge von «Schweiz im Fokus» diskutierten Julia Lüscher und vier Gäste die Rolle der Schweiz in unsicheren Zeiten. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen durch geopolitische Spannungen, die Zukunft der Neutralität sowie die kritischen Beziehungen zur Europäischen Union und das Vertragswerk Bilaterale III.

Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD baut Vorsprung in Umfrage weiter aus

Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD ihren Vorsprung auf die CDU in einer Umfrage auf 20 Prozentpunkte vergrößert. In der am Mittwoch in Köln veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für die ARD kommt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD auf 42 Prozent - ein Prozentpunkt mehr als bei einer vorangegangen Befragung von Ende Juli. Die CDU verliert dagegen zwei Punkte und wird aktuell bei 22 Prozent gesehen.

BSW in Thüringen stellt klar: Fraktion stimmt gegen Misstrauensvotum von AfD

Die AfD im Thüringer Landtag kann bei ihrem für Freitag angesetzten konstruktiven Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) nicht auf Stimmen des BSW zählen. Das stellte die Landtagsfraktion des BSW in Erfurt am Mittwoch nochmals klar. "Die BSW-Fraktion wird am Freitag geschlossen mit Nein stimmen", erklärte sie. Der AfD gehe es nicht um die Menschen in Thüringen, sondern um "reine Selbstinszenierung".

Textgröße ändern: