Deutsche Tageszeitung - Kramp-Karrenbauer knüpft politisches Schicksal an Verlauf des Kabul-Einsatzes

Kramp-Karrenbauer knüpft politisches Schicksal an Verlauf des Kabul-Einsatzes


Kramp-Karrenbauer knüpft politisches Schicksal an Verlauf des Kabul-Einsatzes
Kramp-Karrenbauer knüpft politisches Schicksal an Verlauf des Kabul-Einsatzes / Foto: ©

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat ihre politische Zukunft mit dem Verlauf des derzeitigen Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr verknüpft. "Was immer da vor Ort passiert: Ich halte den Kopf hin", sagte die Ministerin am Montag bei "Bild TV". Kramp-Karrenbauer kündigte in dem Interview an, nach Ende der Evakuierungsmission eine Bilanz zu ziehen und über persönliche Konsequenzen nachzudenken.

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Die Ministerin sagte: "Wenn diese Mission zu Ende ist, dann werde ich für mich selbst sehr genau überlegen, welche Verantwortung ich getragen habe, welcher Verantwortung ich gerecht geworden bin, wo vielleicht auch nicht - und welche Schlüsse ich persönlich daraus ziehen muss."

Sie sei bereit, die Verantwortung zu tragen, sagte Kramp-Karrenbauer. "Ich bin die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt, und die muss vorne an Bord stehen in dem Moment, in dem eine so gefährliche militärische Mission läuft - in die ich die Leute ja auch geschickt habe."

Die Bundeswehr fliegt derzeit Tag für Tag Menschen aus Afghanistan aus. Die Armee schätzt diesen Einsatz als besonders gefährlich ein. Die Bundesregierung steht in der Kritik, weil sie afghanische Ortshelfer und andere gefährdete Afghanen nicht schon vor der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban ausgeflogen hat.

Am Montag startete ein weiteres Militärflugzeug der Bundeswehr von Kabul aus in Richtung Usbekistan; an Bord waren nach Angaben des Einsatzführungskommandos 198 "schutzbedürftige Personen".

(V.Korablyov--DTZ)

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